An diesem Montag, dem 29. Juni, liegt der durchschnittliche Strompreis im Großhandelsmarkt bei 83,51 Euro pro MWh, doch die Spanne ist enorm. Zwischen 11:00 und 12:00 Uhr fällt der Preis auf nur 5,10 Euro, während er von 21:00 bis 22:00 Uhr auf 144,96 Euro steigt. Für den Geldbeutel der Bürger bedeutet dies eine klare Strategie: Die Waschmaschine mittags laufen lassen und alles bei Sonnenuntergang ausschalten.
Die technische Herausforderung der Bewältigung von stündlichen Nachfragespitzen ⚡
Diese Preisunterschiede spiegeln ein strukturelles Problem im Stromnetz wider: Erneuerbare Energien wie die Solarenergie sättigen das System mittags, während bei Einbruch der Dunkelheit die Nachfrage steigt und Gaskraftwerke anlaufen müssen, um die Spitze zu decken. Speichersysteme wie Batterien oder Pumpspeicher sind die technische Lösung, um diese Sprünge zu glätten. Ohne sie zahlt der Verbraucher die mangelnde Flexibilität des Marktes, die jedes Ungleichgewicht auf den Endpreis überträgt.
Tipp des Tages: Abendessen bei Kerzenlicht zum Sparen 🕯️
Also, wissen Sie: Wenn Sie sparen wollen, programmieren Sie den Backofen für elf Uhr morgens und lassen Sie das Handy mittags im Elektroauto laden. Allerdings heißt es um neun Uhr abends, alles auszuschalten und sich daran zu erinnern, wie unsere Großeltern lebten, die auch kein WLAN hatten, aber ruhiger schliefen. Die Rechnung wird es Ihnen danken, auch wenn Sie dem Nachbarn erklären müssen, warum Sie um halb zwölf das Geschirr spülen.