Eine Studie zeigt, dass jeder fünfte Autofahrer in Kastilien-La Mancha zugibt, mit abgelaufener Hauptuntersuchung (ITV) gefahren zu sein, wobei Bußgelder von bis zu 500 Euro drohen. Die Zahl klingt alarmierend, aber man sollte sich fragen, wer die Studie finanziert. Sie wird von einem Verband der ITV-Prüfstellen bezahlt, einem privaten Geschäft, das höhere Preise und häufigere Inspektionen rechtfertigen will. Währenddessen drückt die Krise, und viele Autofahrer können sich die Untersuchung nicht leisten, obwohl ihre Autos in gutem Zustand sind. Die Nachricht kriminalisiert sie, verschweigt aber, dass die ITV ein Geschäft mit überhöhten Gebühren ist.
Das Geschäft mit der Verkehrssicherheit: Wie die Technologie den Preis rechtfertigt 💰
Die ITV-Prüfstellen argumentieren, dass ihre Gebühren fortschrittliche Diagnosegeräte wie Bremsenprüfstände oder Gasanalysatoren abdecken, die Zehntausende von Euro kosten. Die tatsächlichen Kosten pro Inspektion sind jedoch gering: Eine Kfz-Werkstatt kann Bremsen und Lichter mit einfachen Werkzeugen für weniger als 20 Euro überprüfen. Die ITV hingegen verlangt zwischen 40 und 60 Euro, und die behördlichen Konzessionen schaffen ein lokales Oligopol. Das technologische Modell rechtfertigt den Missbrauch nicht, sondern versteckt ihn hinter einer Fassade der regulatorischen Sicherheit.
Auto gesund, Geldbeutel auf der Intensivstation 😅
Also, laut der Studie ist jeder fünfte Autofahrer ein Krimineller, weil er keine 50 Euro an ein privates Unternehmen zahlt, das einen obendrein noch zwingen kann, in der angeschlossenen Werkstatt reparieren zu lassen. Aber keine Sorge, die 500-Euro-Strafe wird ihnen schon beibringen, verantwortungsvoll zu sein. Währenddessen reiben sich die ITV-Stationen die Hände: mehr Inspektionen, mehr Einnahmen. Und wenn das Auto in Ordnung ist, spielt das keine Rolle; was zählt, ist, dass der Geldbeutel des Fahrers immer bereit für die Untersuchung ist. Es lebe das Sicherheitsgeschäft.