Die Arbeiterklasse ist nicht mehr das, was sie einmal war, noch das, was sie zu sein scheint

06. June 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Die Grenze, die einen Arbeiter von einem Büroangestellten trennte, ist verschwommen geworden. Heute kann ein Elektriker mehr verdienen als ein Social-Media-Manager, und ein Programmierer kann in derselben prekären Lage leben wie ein Kellner. Das Problem ist, dass das Etikett der Arbeiterklasse nichts mehr über dein Einkommen, deine Arbeitsplatzsicherheit oder deinen sozialen Status aussagt und viele im Ungewissen lässt, ob sie ausgebeutet oder privilegiert sind.

Zwei Hände, die sich an einer verschwommenen diagonalen Linie treffen, eine hält ein Multimeter und einen Spannungsprüfer, die andere ein Smartphone mit einem Social-Media-Analyse-Dashboard, beide Hände gleichermaßen schwielig und fettverschmiert, ein Laptop mit geöffnetem Code-Editor auf einem unordentlichen Schreibtisch neben einem Lötkolben und einer Kaffeetasse, ein Ärmel eines Uniformhemds, am Bündchen eingerissen, geht über in ein Blazer mit ausgefranstem Futter, Hintergrund zeigt eine geteilte Werkstatt und ein Großraumbüro mit identischen Leuchtstoffröhren, filmische fotorealistische Komposition, dramatisches Helldunkel-Licht von Deckenleuchten, Staubpartikel und digitale Glitch-Partikel schweben in der Luft, geringe Schärfentiefe mit Fokus auf Hände und Werkzeuge, ultra-detaillierte Texturen von Stoff, Metall und Kunststoff, technischer Dokumentarstil

Der Algorithmus, der nicht weiß, was du bist 🤖

Die Technologie hat diese Verwirrung noch beschleunigt. Plattformen wie Uber oder Amazon Mechanical Turk stufen ihre Arbeiter als Selbstständige ein, obwohl sie jede Stunde ihres Arbeitstages kontrollieren. Währenddessen kann ein Industriewartungstechniker mit Festvertrag mehr Stabilität haben als ein freiberuflicher Grafikdesigner. Die Unternehmenssoftware etikettiert die einen als Mitarbeiter und die anderen als Ressourcen, löst aber die entscheidende Frage nicht: wer hat das Recht, sich zu organisieren, und wer darf sich nur auf Twitter beschweren.

Mein Herr, sind Sie Proletarier oder haben Sie nur einen schlechten Tag? 😅

Jetzt stellt sich heraus, dass jeder zur Arbeiterklasse gehören kann, wenn sein Chef ihm um 22:00 Uhr eine E-Mail schickt. Der Klempner, der 60 Euro pro Stunde verdient, blickt zärtlich auf den Community-Manager, der über einen Praktikumsvertrag weint. Und der Glovo-Fahrer, der im Regen nass wird, hört dem YouTuber zu, der sich beschwert, dass sein Algorithmus ihn nicht gut bezahlt. Alle wollen das Etikett, aber niemand will das Gehalt.