Die Kirche Saint-Eustache in Paris hat die Restaurierung einer Kapelle abgeschlossen, die Das Leben Christi beherbergt, das letzte Werk des Künstlers Keith Haring, das vor seinem Tod an AIDS im Jahr 1990 entstand. Das vom World Monuments Fund finanzierte Projekt gibt der Öffentlichkeit ein Stück zurück, das religiöse Ikonographie mit einer direkten sozialen Botschaft über den Kampf gegen die Krankheit verbindet.
Die technische Herausforderung der Restaurierung eines flüchtigen Wandgemäldes aus den 80ern 🎨
Die Restaurierung stand vor spezifischen Herausforderungen: Das Originalgemälde wurde mit Rollen und Pinseln auf einer gerahmten Leinwandoberfläche unter Verwendung von schnell aufzutragenden handelsüblichen Acrylfarben angefertigt. Im Laufe der Zeit sammelte das Material Schmutz an und es bildeten sich Craquelés. Die Restauratoren führten eine Reinigung mit nicht-invasiven Lösungsmitteln und eine Fixierung der Farbschichten mit reversiblen Harzen durch. Fotografische Dokumentationen von 1989 wurden verwendet, um die Originalfarben wiederherzustellen und übermäßige Übermalungen zu vermeiden.
Die Kapelle, die die 80er und die Mode überlebte 🕯️
Während 1990 einige Gemeindemitglieder fragten, ob dies Kunst oder ein Sonntagsgraffiti sei, zieht die restaurierte Kapelle heute Touristen an, die Selfies neben einem Christus mit Tanzlinien machen. Das Beste: Niemand hat darum gebeten, es mit einem Baustellenschild zu verdecken. Zumindest vorerst haben AIDS und Kunst ihre offizielle Ecke in Paris, ohne Erlaubnis der Mode.