Die Künstlerin Isabel Muñoz präsentiert in der Galerie der Königlichen Sammlungen eine Serie, die Fotografie und Gravur mit Metallen verbindet, inspiriert vom Escorial. Die Ausstellung erkundet die Räume und Werke des Komplexes von Philipp II. und bietet einen zeitgenössischen Blick auf dieses historische Monument. Ein visuelles Konzept, das Materialien und Techniken kombiniert, um einen symbolträchtigen Raum neu zu interpretieren.
Mischtechnik: Vom Negativ zum geschmolzenen Metall 🎨
Muñoz verwendet einen Prozess, der fotografischen Druck auf Metallplatten integriert und chemische Gravur mit kontrollierter Oxidation kombiniert. Die Bilder werden auf Oberflächen aus Eisen, Kupfer oder Aluminium übertragen, wo Säuren und Hitze variable Texturen und Farben erzeugen. Jedes Werk ist das Ergebnis eines Dialogs zwischen dem Licht der Fotografie und der Reaktion des Metalls, eine Methode, die Präzision bei Belichtungszeiten und Temperatur erfordert, um den gewünschten Kontrast zu erzielen.
Wenn Philipp II. die Rechnung der Werkstatt verlangt 🤴
Stell dir König Philipp II. vor, wie er die Ausgaben dieser Ausstellung überprüft: Tinte, Säuren, Metallplatten und jede Menge Fotos seiner Gänge. Sicher fragte er, ob nicht eine gute Kohlezeichnung gereicht hätte und Schluss. Aber hey, wenn selbst er Schwierigkeiten hatte, den Escorial auszustatten, dann ist diese Neuinterpretation mit oxidierten Metallen und Effekten, die selbst der beste Alchemist der damaligen Zeit nicht hinbekam, willkommen.