Die Kunsthandwerkerin Mar Márquez hat Humana Ecoprint ins Leben gerufen, ein nachhaltiges Mode-Projekt in der Sierra de Aracena, Huelva. Ihr Ansatz basiert auf der Verwendung von natürlichen Farbstoffen aus lokalen Pflanzen und Materialien aus der Region, um die Umweltbelastung zu reduzieren. Um diese ökologische Textilindustrie zu festigen, organisiert sie am 11. und 12. Juni das Treffen EMERGE, bei dem Techniken und Visionen für einen verantwortungsvolleren Sektor ausgetauscht werden.
Pflanzliche Farbstoffe und industriearme Prozesse 🌿
Die von Mar Márquez angewandte Ecoprint-Technik besteht darin, die Pigmente von Blättern, Blüten und Rinden durch Dämpfen und natürliches Beizen direkt auf Stoffe zu übertragen. Dieser handwerkliche Prozess vermeidet den Einsatz von synthetischen Chemikalien und erfordert eine präzise Kontrolle von Temperatur und pH-Wert, um die Farben zu fixieren. Der Einsatz von Bio-Fasern und die Reduzierung des Wasserverbrauchs in den Färbebädern sind technische Säulen des Projekts, das zeigen will, dass Textilproduktion lokal, sauber und in kleinem Maßstab reproduzierbar sein kann.
Wenn dein T-Shirt nach Rosmarin riecht statt nach Fabrik 🌸
Während die großen Marken diskutieren, wie man Plastikflaschen recycelt, um Polyester herzustellen, geht Mar Márquez in die Berge, sammelt Zweige und kocht sie in einem Topf. Ihr Ansatz ist nicht nur nachhaltige Mode: Es ist eine Rückkehr zur Alchemie der Großmutter, aber mit dem ökologischen Bewusstsein des 21. Jahrhunderts. Wenn die Zukunft der Kleidung darin besteht, nach Lavendel zu riechen und nicht nach Lösungsmittel, dann sind Hosen, die wie ein vertikaler Garten aussehen, herzlich willkommen.