Hawaii, ein Paradies, das importiertes Öl verbrennt, um seine Lichter, Autos und Touristen zu versorgen, hat sich eine gewaltige Herausforderung vorgenommen: Bis 2045 nur noch mit erneuerbarem Strom zu funktionieren. Das Ziel ist ehrgeizig, stößt aber auf die Realität seiner Inseln, wo Sonne, Wind und Erdwärme eine sauberere Zukunft versprechen, die jedoch nicht frei von technischen und logistischen Hürden ist.
Das Stromnetz und die Motoren: Die technischen Herausforderungen der Wende ⚡
Um das Ziel zu erreichen, fördert Hawaii Solarparks mit großen Batteriespeichern, Windturbinen an seinen Küsten und Geothermiekraftwerke auf der Big Island. Das Problem ist, dass das Stromnetz, das für fossile Quellen ausgelegt ist, angesichts der Unbeständigkeit von Sonne und Wind intelligent und stabil werden muss. Hinzu kommt, dass die Dekarbonisierung des Luft- und Seeverkehrs, der für seine Wirtschaft lebenswichtig ist, synthetische Kraftstoffe oder grünen Wasserstoff erfordert – Technologien, die noch unreif und teuer sind. Ganz zu schweigen davon, dass Schiffe und Flugzeuge nicht am Strand angeschlossen werden.
Der Öko-Tourist und sein fossiler Privatjet ✈️
Während die Einheimischen Solarpaneele auf ihren Dächern installieren, treffen die Touristen in Flugzeugen ein, die Kerosin verbrennen, als gäbe es kein Morgen. Die Ironie ist, dass Hawaii Besucher braucht, um die Wende zu finanzieren, aber jeder Flug arbeitet gegen seine Ziele. Vielleicht ist die Lösung, dass die Touristen in Solarkanus herüberrudern, auch wenn die Überfahrt von Kalifornien einen Monat dauert und sie hungrig und sonnenverbrannt ankommen. Zumindest hätten sie dann den Plan eingehalten.