Der Valve-Chef Gabe Newell besteht darauf, dass Steam kein Monopol sei, da es Alternativen wie Xbox, Epic Games oder andere Stores gebe. Gerichtsdokumente offenbaren jedoch Klauseln, die es Publishern verbieten, auf anderen Plattformen günstiger zu verkaufen. Die Ausrede des Wettbewerbs wird zur Fata Morgana, wenn der Vertrag mit Steam den Endpreis bestimmt. Die Wahlfreiheit ist nur Theorie, wenn die Spielregeln von demjenigen geschrieben werden, der den Markt beherrscht. 🔒
Preisparitätsklauseln: Das unsichtbare Schloss des digitalen Marktes 🔗
Valve fügt in seine Verträge mit Entwicklern die sogenannte Preisparitätsklausel ein, die vorschreibt, dass der Titel in keinem anderen Store günstiger verkauft werden darf. Dies eliminiert de facto den echten Preiswettbewerb. Auch wenn der Nutzer bei Epic oder im Microsoft Store kaufen kann, wird der Preis identisch mit dem von Steam sein. Die Technologie hinter diesen Beschränkungen ist nicht komplex, aber ihre Wirkung ist tiefgreifend: Sie hebt jeden Anreiz für andere Plattformen auf, aggressive Rabatte anzubieten. Der Markt erstarrt und der Spieler zahlt den von Valve festgelegten Preis.
Wahlfreiheit: Geh zum anderen Store, aber zahl das Gleiche 🌀
Gabe Newell sagt, wenn dir Steam nicht gefällt, geh doch zu einem anderen Store. Klar, du kannst zu Epic, GOG oder zum Microsoft Store gehen. Aber wenn du dort ankommst, kostet das Spiel exakt so viel wie bei Steam. Es ist, als würde dir dein Chef sagen, du seist frei, in einem anderen Unternehmen zu arbeiten, aber alle zahlen den gleichen Lohn unter den gleichen Bedingungen. Die Bewegungsfreiheit existiert, ja, aber nur, um sich im Kreis zu drehen. Währenddessen zahlen wir Spieler weiterhin den Preis, der fällig ist, ohne zu wissen, ob er fair oder überhöht ist. Und wenn wir fragen, bekommen wir Marketing-Antworten. Ein Monopol zu leugnen, beweist nicht, dass es keins gibt. Es bedeutet, dass man nicht will, dass es untersucht wird. Und das allein sagt schon eine Menge aus.