Die WM 2026 führt eine neue Schriftart namens FWC26 ein, die auf Plakaten und Trikots Eindruck machen soll. Ihr enger und dekorativer Stil führt jedoch zu Lesbarkeitsproblemen auf kleinen Bildschirmen. Auf Fernsehern und Handys werden die Ländernamen unübersichtlich und Abkürzungen wie RSA für Südafrika sind schwer zu identifizieren. Die Klarheit für den Zuschauer gerät in den Hintergrund.
Ein Problem mit Kerning und Auflösung 🧐
Das Design priorisiert die Ästhetik über die Funktion. In der Typografie wurde der Kerning (Abstand zwischen Zeichen) auf ein Minimum reduziert, um einen auffälligen visuellen Effekt zu erzielen. Auf Bildschirmen mit niedriger Auflösung oder geringem Kontrast verschmelzen die Buchstaben und die Abkürzungen verlieren ihre Form. Für einen Fan, der auf dem Handy Echtzeit-Statistiken verfolgt, wird das Entziffern von RSA, KSA oder USA zu einem Ratespiel. Die FIFA entschied sich für den visuellen Knall statt für die Benutzerfreundlichkeit.
Typografie oder modernes Hieroglyphenrätsel 🔍
Jetzt ist das Ansehen der Anzeigetafel wie das Lesen eines Sehtests. Wenn du RSA auf dem Bildschirm siehst, weißt du nicht, ob es Südafrika oder ein neues FIFA-Akronym ist. Bald brauchen wir eine Lupe, um zu wissen, ob Brasilien oder Belgien spielt. Zumindest haben die Designer dafür gesorgt, dass die Trikots auf den Fotos großartig aussehen, auch wenn niemand weiß, welches Land mit 3:0 verliert.