Ein neues System namens EVA Bridge soll die Versorgung von Patienten nach einem Herzinfarkt verbessern. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Kardiologen und Hausärzten zu koordinieren, um Rückfälle zu reduzieren. Viele Patienten setzen ihre Medikamente ab oder kontrollieren ihr Cholesterin nicht, was zu neuen Komplikationen führt. Das Programm bietet eine engmaschige Nachsorge über mehr als ein Jahr mit regelmäßigen Besuchen und Telefonaten.
Wie die digitale Brücke zwischen Fachärzten funktioniert 🏥
EVA Bridge nutzt eine digitale Plattform, die klinische Daten in Echtzeit zwischen den Versorgungsebenen austauscht. Wenn ein Patient das Krankenhaus verlässt, aktiviert das System Warnmeldungen für den Hausarzt über anstehende Termine, Cholesterinwerte oder Medikamentenänderungen. Außerdem werden Pflegeanrufe nach 3, 6 und 12 Monaten geplant. Die Idee ist, dass niemand verloren geht und der Patient seine Krankengeschichte nicht jedes Mal wiederholen muss, wenn er die Praxis wechselt.
Weniger Cholesterin, mehr Anrufe und die eine oder andere Standpauke 📞
Denn ja, lieber Patient, jetzt wird ein Hausarzt Sie daran erinnern, dass Medikamente keine Bonbons sind und dass Cholesterin sich nicht mit guten Vorsätzen kontrollieren lässt. EVA Bridge wird Sie zu Hause anrufen und fragen, ob Sie Ihre Tablette genommen haben oder ob Sie wieder der Versuchung des Schinkens erlegen sind. Wenn Sie bei diesem System einen Rückfall erleiden, dann zumindest aus eigenem Antrieb und nicht aus Mangel an Erinnerungen. Das Gesundheitswesen spart Geld; Sie sparen sich Ausreden.