Europa schützt audiovisuelle Schöpfer, aber der Haken liegt im Kleingedruckten

09. June 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Die Europäische Union hat endlich anerkannt, dass das Drehen von Filmen und Serien ein Job und kein Hobby ist. Die neue Verordnung verspricht faire Löhne und würdige Arbeitsbedingungen für die Kreativen. Allerdings kommt sie zu spät: Plattformen wie Netflix und Amazon haben bereits Gewerkschaften zerschlagen und die Branche prekarisiert. Das Gesetz wirkt weniger wie ein Schutzschild, sondern eher wie ein Flickenteppich, der am Schreibtisch der Lobbys entworfen wurde.

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Die europäische Richtlinie sieht Ausschüsse zur Festlegung von Tarifen vor, doch die Arbeitgeber werden in diesen Gremien die Mehrheit stellen. Die faire Bezahlung wird nach Kriterien berechnet, die große Produktionsfirmen bevorzugen, nicht unabhängige. Zudem schließt die Verordnung Kreative von YouTube und TikTok aus, die die Mehrheit der Branche ausmachen. Die Studios prüfen bereits, Bußgelder als Betriebskosten zu zahlen, und ziehen Sanktionen fairen Löhnen vor. Die Technologie zur Arbeitsüberwachung glänzt durch Abwesenheit.

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Der Bürger wird mehr europäische Produktionen in seinem Katalog sehen, aber die meisten werden Schauspieler haben, die in Fahrtkostenzuschüssen bezahlt werden, und Drehbücher, die von einer Drittanbieter-KI geschrieben wurden. Die Studios haben nachgerechnet: Es ist billiger, die Strafe zu zahlen, als die Gehälter des Teams zu erhöhen. In der Zwischenzeit werden etablierte Künstler weiterhin wie Könige abrechnen, und die Gewerkschaften werden das Gesetz als Triumph feiern. Die Prekarität bleibt, wie immer, im finalen Schnitt.