Euclid erfasst sechzig Millionen Sterne in der Milchstraße an einem Tag

26. June 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Dem Teleskop Euclid der Europäischen Weltraumorganisation ist es an einem einzigen Tag gelungen, das detaillierteste Bild des Zentrums unserer Galaxie aufzunehmen. Die Aufnahme enthält mehr als 60 Millionen Sterne und dient als Referenzkarte, damit Wissenschaftler Exoplaneten mit größerer Präzision suchen können. Dieser Fortschritt bringt die Entdeckung neuer Welten näher und erweitert das Wissen über das Universum.

Euclid telescope capturing 60 million stars in Milky Way core, wide-angle view of spacecraft observing galactic center, starlight streams entering optical lens assembly, data lines flowing into onboard computer systems, technical illustration style, deep space background with dense star field, golden infrared sensor array glowing, spacecraft solar panels angled toward sun, realistic engineering visualization, dramatic cosmic lighting, detailed satellite bus structure, precise orbital mechanics demonstrated

Wie dieses Bild die Suche nach Exoplaneten verfeinert 🔭

Der Schlüssel liegt in der Auflösung und dem Sichtfeld des Instruments. Durch einen so vollständigen Sternenkatalog des galaktischen Bulges können Astronomen kleine Helligkeitsschwankungen erkennen, die durch Transitplaneten oder Gravitationsmikrolinsen verursacht werden. Dies eliminiert Hintergrundrauschen und reduziert Fehlalarme. Euclid, das zur Kartierung der Dunklen Materie entwickelt wurde, liefert nun ein wertvolles Nebenprodukt: eine riesige Sternendatenbank, die Teleskopen wie dem James Webb als Leitfaden dienen wird.

60 Millionen Selfies und kein einziges Tag 📸

Euclid hat das Foto an einem Tag geschossen. Würden wir versuchen, es auf Instagram hochzuladen, bräuchten wir mehr Speicherplatz, als der Server der ESA hat, und würden wahrscheinlich das Netzwerk zum Absturz bringen. Das Gute ist, dass es im Weltraum keine sozialen Netzwerke gibt, also hat sich das Teleskop die Filter und die Hashtags gespart. Jetzt können Wissenschaftler die Sterne studieren, ohne dass jemand fragt, welchen Filter sie verwendet haben, damit das galaktische Zentrum heller erscheint, als es ist.