Seit Mai verzeichnet Singapur einen Anstieg von Anlagebetrügereien, die bereits 48 Geschädigte und Verluste in Höhe von 3,6 Millionen Dollar gefordert haben. Die Täter nutzen Anzeigen in sozialen Medien, um für kostenlose Kurse zu werben. Sobald sich die Opfer anmelden, werden sie zu WhatsApp-Gruppen hinzugefügt, in denen falsche Mentoren erfundene Gewinne vorzeigen, um Vertrauen aufzubauen.
Der technische Mechanismus hinter dem Betrug in sozialen Netzwerken 🔍
Der Prozess beginnt mit gezielten Anzeigen auf Plattformen wie Facebook oder Instagram, die zu Anmeldeformularen weiterleiten. Anschließend fügt ein automatisiertes Skript die Nutzer zu WhatsApp-Gruppen hinzu, die von Bots oder gefälschten Profilen kontrolliert werden. Dort verwenden die Betrüger virtuelle Nummern und geklonte Konten, um Transaktionen und Renditen zu simulieren. Die letzte Phase nutzt Links zu gefälschten Investmentseiten, die legitime Oberflächen nachahmen, in Wirklichkeit aber Bankdaten und Überweisungen stehlen.
Der kostenlose Kurs, der teurer kommt als ein Masterstudium 💸
Es scheint, als hätten sie in Singapur das Konzept der kostenlosen Weiterbildung neu erfunden. Anstatt zu lernen, wie man investiert, lernt man jetzt, wie man im Durchschnitt 75.000 Dollar pro Person verliert. Das Kurioseste ist, dass die Betrüger sich die Mühe machen, WhatsApp-Gruppen mit falschen Mentoren zu erstellen; wahrscheinlich verteilen sie sogar Hausaufgabennoten. Das einzige Zertifikat, das man am Ende erhält, ist allerdings das des offiziellen Betrugszahlers.