Die Sättigung mit perfekten, von künstlicher Intelligenz generierten Bildern hat einen Trendwechsel ausgelöst. Nutzer und Marken suchen jetzt nach dem Authentischen, dem, was echt wirkt. Das unvollkommene Design oder Anti-Design kehrt mit Macht zurück, nicht als Fehler, sondern als Strategie, um ehrlicher mit einem Publikum zu kommunizieren, das das Künstliche nicht mehr glaubt.
Wie man Anti-Design umsetzt, ohne wie ein schlecht gemachtes Projekt zu wirken 🎨
Technisch gesehen erfordert Anti-Design mehr Kontrolle, als es den Anschein hat. Es werden unregelmäßige Schriftarten, verschobene Raster, unbearbeitete Bilder und unbequeme Leerräume verwendet. Aber jedes Element muss eine Absicht haben. Es ist keine Nachlässigkeit. Werkzeuge wie CSS ermöglichen es, kontrollierte Asymmetrien zu erzeugen, während im Grafikdesign körnige Texturen und Farbpaletten bevorzugt werden, die das Analoge imitieren. Das Ziel ist es, menschlich zu wirken, nicht amateurhaft.
Das Paradoxon des Designers, der sich anstrengt, so zu tun, als hätte er sich nicht angestrengt 🤯
Jetzt stellt sich heraus, dass Designer Stunden damit verbringen, etwas zu perfektionieren, das unvollkommen aussehen soll. Es ist, als würde man in ein Michelin-Sternerestaurant gehen und ein Gericht serviert bekommen, das aussieht, als wäre es auf den Tisch geworfen worden. Aber es funktioniert. Die Leute zahlen mehr für eine schiefe Schriftart als für eine perfekte Systemschrift. Das Ironische ist, dass man, um dieses glaubwürdige Chaos zu erreichen, jedes Pixel messen muss. Authentizität wird am Ende also auch geplant.