Die Delaminierung von Schilden ist ein Versagen, das auftritt, wenn sich die Schichten eines Verbundwerkstoffs voneinander trennen. Sie betrifft Teile aus Kohlefaser, Kevlar oder verstärkten Kunststoffen und erzeugt Blasen, Risse oder Hohlräume. Es handelt sich nicht um einen kosmetischen Mangel: Die strukturelle Festigkeit wird beeinträchtigt, was unter Belastung zu katastrophalen Ausfällen führen kann.
Technische Ursachen und Versagensmechanismen bei Verbundwerkstoffen 🛠️
Die Delaminierung beginnt in der Regel durch eine schlechte Haftung zwischen Harz und Faser, lokalisierte Stöße oder thermische Ermüdung. Während des Aushärtens erzeugen Unterschiede in der Schrumpfung oder eingeschlossene Luftblasen Schwachstellen. Mit der Zeit führen zyklische Spannungen oder Feuchtigkeit dazu, dass sich diese Schichten wie die Blätter eines schlecht geleimten Buches trennen. Die Ultraschallprüfung hilft, sie frühzeitig zu erkennen.
Wenn der Schild sich wie eine Zwiebel schält 🧅
Das Schlimmste ist nicht, dass der Schild versagt, sondern dass er es mit der gleichen Eleganz tut wie ein Möbelstück aus einem Discounter. Eines Tages ist er makellos und am nächsten sieht es aus, als hätte ihn jemand mit einer Lupe in der Sonne liegen lassen. Die Hauslösung, Sekundenkleber hineinzutun, macht die Sache nur noch schlimmer: Am Ende hat man einen steifen Flicken und eine Schicht, die auf der anderen Seite weiter abblättert.