Das Musée du Quai Branly feiert sein 20-jähriges Bestehen, doch die Feierlichkeiten werden von Kürzungen überschattet, die seine Zugänglichkeit bedrohen. Hinter der Jubiläumsfassade wird Kultur wie ein verzichtbarer Luxus behandelt, anstatt wie ein Grundrecht. Weniger öffentliche Mittel bedeuten weniger kostenlose Besuche oder höhere Preise für die Bürger, was diejenigen bestraft, die am wenigsten haben.
Instabile Finanzierung: Der Algorithmus, der den Kulturzugang elitär macht 🎭
Das aktuelle Modell zwingt Museen dazu, zur Deckung der Betriebskosten auf kommerzielle Einnahmen wie Shops oder bezahlte Eintritte angewiesen zu sein. Dies erzeugt einen Teufelskreis: Durch die Kürzung des Staatshaushalts erhöht die Einrichtung die Preise oder reduziert die kostenlosen Öffnungszeiten, wodurch gefährdete Bevölkerungsgruppen ausgeschlossen werden. Die technische Lösung liegt in einem stabilen öffentlichen Finanzierungssystem mit inflationsindexierten Mitteln, das nicht von den Ticketeinnahmen abhängt. So wird sichergestellt, dass Kultur eine Dienstleistung und kein Produkt ist.
Alles Gute zum Geburtstag, jetzt zahl für den Kuchen 🎂
Zwei Jahrzehnte des Quai Branly zu feiern, während denen, die nicht zahlen können, die Türen verschlossen werden, ist, als würde man zu einer Party einladen und den Eintritt an der Tür verlangen. Den Geburtstagskuchen essen die Sponsoren, während die Bürger von außen zusehen. Wenn Kultur ein Luxus ist, dann schenkt uns wenigstens eine Kerbe, um uns etwas zu wünschen: Öffentliche Mittel, bitte.