Der jüngste Erfolg von Noir Is the New Black auf Kickstarter hat einen unangenehmen Widerspruch für die Verlagsbranche offengelegt. Während die Öffentlichkeit begeistert Geschichten von schwarzen Schöpfern finanziert, setzen die großen Verlage weiterhin auf kalkuliertes Risiko und Diversität als Schaufensterdekoration. Der Markt spricht eine klare Sprache, aber die Konzerne tun so, als würden sie sie nicht hören.
Algorithmen gegen Talent: Warum das Verlagssystem Diversität nicht skaliert 🎯
Große Verlage arbeiten mit Vorhersagemodellen, die bereits Bewährtes belohnen. Ein Projekt wie Noir Is the New Black zeigt, dass eine echte Nachfrage besteht, aber die internen Genehmigungssysteme priorisieren etablierte Serien gegenüber neuen Autoren jeglicher Herkunft. Die technische Lösung besteht in der Implementierung von garantierten Veröffentlichungsprogrammen, bei denen ein fester Prozentsatz des jährlichen Katalogs für schwarze Schöpfer reserviert wird, wodurch die Prekarität des Crowdfundings als Hauptweg entfällt.
Die Vogel-Strauß-Strategie: Die Realität leugnen, während das Crowdfunding kassiert 🦩
Verlagsmanager dabei zu beobachten, wie sie ihre Untätigkeit mit Marktberichten rechtfertigen, während Kickstarter ihnen das Gegenteil beweist, hat schon etwas für sich. Es ist, als würde ein Koch darauf bestehen, dass niemand Pizza will, während er vor der Tür seines Restaurants kostenlose Stücke verteilt. Das Publikum hat bereits mit seinem Geldbeutel abgestimmt. Jetzt müssen die Verlage nur noch über ihre Tabellenkalkulationen hinausblicken und sich trauen, zu veröffentlichen, ohne vorher um Erlaubnis zu fragen.