Das Museo del Prado wird am 5. Juni ein Konzert mit mittelalterlicher Musik veranstalten, bei dem Instrumente und Stimmen die Klänge von Tempeln und Höfen des 14. Jahrhunderts nachbilden. Die Veranstaltung steht im Zusammenhang mit seiner Ausstellung über die mediterrane Gotik und ermöglicht es der Bevölkerung, ein wenig bekanntes musikalisches Erbe zu genießen und durch ein direktes Hörerlebnis eine Verbindung zur Kultur der damaligen Zeit herzustellen.
Wie digitale Akustik und historische Nachbildung den Klang definieren 🎵
Das Konzert verwendet originalgetreue Nachbildungen von Instrumenten wie dem Organetto, der Vihuela de Arco und der Drehleier, die mit dokumentierten Techniken des 14. Jahrhunderts gebaut wurden. Die Akustik des Raumes wurde durch digitale Simulationen angepasst, um moderne Nachhallzeiten zu vermeiden. Die Sänger trainieren mit Mensuralnotation und historischen Stimmungen, wie der pythagoreischen Stimmung, damit jede Note mit den Frequenzen übereinstimmt, die in den Höfen und Kapellen der damaligen Zeit erklangen.
Als Spotify im 14. Jahrhundert ein Herr mit Laute und schlechter Laune war 😅
Stell dir vor, du gehst zu einem Konzert und der Musiker schaut dich böse an, weil du im falschen Moment klatschst. Im 14. Jahrhundert gab es keine Playlist und keinen Skip, nur einen Herrn mit Laute, der entschied, ob er eine traurige Ballade oder etwas Flotteres spielte. Allerdings war der Preis fair: kostenlos, genau wie diese Veranstaltung im Prado. Also mach dich bereit, dich kultiviert zu fühlen, ohne zu bezahlen, und nebenbei zu entdecken, dass es schon damals Session-Musiker gab.