SpaceX und Google träumen davon, Server ins All zu bringen, doch eine aktuelle Wirtschaftlichkeitsanalyse hat sie in die Enge getrieben. Der Vorschlag versprach weltweit niedrige Latenzzeiten, doch die Kosten für Strahlungskühlung und den Schutz vor kosmischer Strahlung treiben den Preis in die Höhe. Für den Durchschnittsnutzer bedeutet dies, dass Streaming-Dienste oder Cloud-Gaming in naher Zukunft nicht aus dem Weltraum kommen werden.
Strahlung und Paneele: Die beiden technischen Achillesfersen 🛰️
Im Vakuum kann Wärme nicht durch Konvektion abgeführt werden; es bleibt nur die Strahlung. Dies zwingt zur Installation riesiger Wärmepaneele, die das Gewicht und die Startkosten vervielfachen. Zudem degradiert die Weltraumstrahlung die elektronischen Komponenten, was eine zusätzliche Abschirmung und Redundanz erfordert. Addiert man Starts, Wartung und Versicherungen, ist der orbitale Betrieb 10- bis 50-mal teurer als der Betrieb eines Rechenzentrums auf der Erde.
Die Weltraum-Cloud, eine Nebelwolke für deine Rechnung ☁️
Während Elon und Sundar also ihr himmlisches Rechenzentrum planen, wird deine terrestrische Internetrechnung weiterhin günstiger sein als ein Kaffee bei Starbucks. Vorerst ist die einzige Wolke, die uns betrifft, die, die die Sonne verdeckt, wenn wir am Strand sind. Sie sollen ruhig weiter von Raketen träumen, denn hier unten hat die Glasfaser noch das Sagen.