Bis 2027 sollen sechs von zehn Festplatten in Rechenzentren dazu dienen, Avatare mit künstlicher Intelligenz von verstorbenen Personen zu speichern. Dieser Trend verwandelt die Datenspeicherung in ein Geschäft mit der digitalen Trauer, bei dem Unternehmen darum konkurrieren, virtuelle Repliken von geliebten Menschen zu hosten. Der Markt für künstliche Erinnerungen wächst, während Nutzer monatliche Abonnements zahlen, um Gespräche mit ihren digitalisierten Verstorbenen zu führen.
Die Technik hinter der Bewahrung synthetischer Identitäten 🛠️
Die aktuellen Systeme verwenden Sprachmodelle, die mit realen Gesprächen des verstorbenen Nutzers, E-Mails und Social-Media-Beiträgen trainiert wurden. Jeder Avatar belegt zwischen 50 und 200 GB, abhängig vom Grad der Interaktion und der gespeicherten Erinnerungen. Die Rechenzentren implementieren geografische Redundanz, um den Verlust dieser digitalen Identitäten zu vermeiden, und setzen auf langlebige SSDs sowie Backup-Systeme auf drei Kontinenten. Die Kosten für die Aufrechterhaltung eines aktiven Avatars liegen bei etwa 15 Euro pro Monat.
Mama lebt jetzt in der Cloud und ruft mich nicht zurück 📞
Techniker berichten von einem kuriosen Anstieg an Support-Tickets, bei denen sich Nutzer beschweren, dass ihr digitales Familienmitglied ihnen keine Aufmerksamkeit schenkt oder mit Standardphrasen antwortet. Einige haben Rückerstattungen verlangt, weil der Avatar ihres Großvaters jedes Mal denselben Witz von 2015 erzählt, wenn sie ihn anrufen. Andere entdecken, dass der Basisplan nicht beinhaltet, dass der Avatar sich an ihre Geburtstage erinnert, sondern nur ein generisches Schön, dass du anrufst bietet. Auch der digitale Tod hat seine Premium-Pakete.