Der Gouverneur der japanischen Zentralbank, Kazuo Ueda, hat bestätigt, was viele befürchteten: Es ist notwendig, die Zinssätze weiter anzuheben, um die Inflation zu zähmen. Dies ebnet den Weg für eine Zinserhöhung noch in diesem Monat. Die Nachricht trifft die Bürger direkt in den Geldbeutel, verteuert Kredite und Hypotheken, bietet aber Sparern eine Atempause, deren Einlagen wachsen werden.
Der digitale Yen und der Druck auf die Zahlungssysteme 💴
Die Zinserhöhung wirkt sich nicht nur auf Hypotheken aus. Die japanische Zentralbank beschleunigt die Tests ihres digitalen Yen, einer CBDC, die darauf ausgelegt ist, die geldpolitische Kontrolle in einem Umfeld steigender Zinssätze zu behalten. Traditionelle Zahlungssysteme wie Karten und Überweisungen müssen sich an ein neues Szenario mit höheren Liquiditätskosten anpassen. Fintechs, die an billiges Geld gewöhnt sind, stehen nun vor engeren Margen und einem harten Wettbewerb um Kapital.
Der Tag, an dem deine Hypothek teurer wurde als Sushi 🍣
Während die japanische Zentralbank Ernst mit der Inflation macht, fragen sich die japanischen Bürger, ob ihr nächster Kredit mit Wasabi serviert wird. Die Zinserhöhung zur Eindämmung der Preise ist wie der Versuch, ein Feuer mit Benzin zu löschen: Es betrifft alle, aber vor allem diejenigen, die einen Kredit für den Autokauf aufgenommen haben. Zumindest können sich die Sparer mit den verdienten Zinsen ein extra Ramen kaufen, auch wenn es nur aus der Tüte ist.