Die spanische Zentralbank stuft die Wohnungskrise als nationalen Notstand ein, doch ihre eigenen Zinserhöhungen verteuern die Finanzierung und legen öffentliche Bauvorhaben lahm. Es ist widersprüchlich, dass dieselbe Institution, die die Kreditvergabe zur Inflationskontrolle verschärft, nun Lösungen fordert, ohne ihren eigenen Anteil an der Verantwortung für das Problem zu übernehmen.
Bautechnologie: 3D-Druck gegen die Bürokratie? 🏗️
Während die Zinssätze von 4,5 % die Kredite verteuern, bieten industrialisiertes Bauen und der 3D-Druck von Wohnhäusern um 50 % kürzere Bauzeiten als herkömmliche Methoden. Die Bauvorschriften und der Mangel an öffentlichen Grundstücken bleiben jedoch der eigentliche Engpass. Die Technologie kann nicht mit einer Verwaltung konkurrieren, die länger für die Erteilung von Baugenehmigungen braucht, als für den Druck eines gesamten Gebäudes.
Die Zauberlösung: Zinsen erhöhen und bezahlbare Mietwohnungen fordern 🏠
Die spanische Zentralbank hat die unfehlbare Formel entdeckt: Sie verteuert die Hypotheken für junge Leute, friert die öffentliche Bauförderung ein und verlangt dann von der Regierung, zu bauen, als gäbe es kein Morgen. Es ist, als würde ein Arzt Ihnen ein Abführmittel gegen Durchfall verschreiben und Sie dann bitten, nicht zu dehydrieren. Beim nächsten Mal sollen sie uns doch gleich sagen, wir sollen uns eine Höhle kaufen und diese über 30 Jahre mit variablem Zinssatz abbezahlen.