Yazztel, jetzt unter dem Dach von Orange, verspricht in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen eine freiwillige Kündigung innerhalb von 48 Werktagen. Die Realität sieht ganz anders aus: Die Nutzer berichten von einem wochenlangen Leidensweg, bei dem sich Anrufe wiederholen, Fristen nicht eingehalten werden und die Abrechnung weiterläuft. Eine systematische Nichteinhaltung, die eher nach einer Geschäftsstrategie riecht als nach einem Verwaltungsfehler.
Die technische Schleife: Systeme, die Kündigungen nicht in Echtzeit verarbeiten 🛠️
Das technische Problem ist einfach zu erklären: Die Kündigungsmanagementsysteme von Orange/Yazztel sind nicht mit den gesetzlichen Fristen synchronisiert. Wenn ein Nutzer eine Kündigung beantragt, generiert das System ein Ticket, das in eine Warteschlange manueller oder halbautomatisierter Prozesse gelangt. Dies führt zu Verzögerungen von bis zu 15 Tagen, während das CRM weiterhin vollständige Abrechnungszyklen fakturiert. Das Fehlen einer direkten Kündigungs-API und die Abhängigkeit von menschlichen Agenten zur Validierung der Kündigung sind die eigentlichen Engpässe.
Das Wunder der 48 Stunden (Yazztel-Version) ⏳
Laut Yazztel sind 48 Stunden genug Zeit, damit ihr technisches Team eine Kündigung bearbeiten kann. Was sie nicht sagen, ist, dass diese Stunden in Wirklichkeit 48 Werktage in ihrem eigenen Kalender sind, wo ein Montag eine ganze Woche dauern kann. Wenn sie dieselbe Logik auf ihre Installationsfristen anwenden würden, würden wir immer noch auf das ADSL von 2010 warten. Gut, dass sie beim Abrechnen Rekordzeiten einhalten.