Ein neuer experimenteller Bluttest kann mit einer Genauigkeit von 92 % erkennen, ob eine Person mit Demenz an Alzheimer, Parkinson oder anderen Hirnerkrankungen leidet – selbst wenn mehrere gleichzeitig vorliegen. Dies würde es Ärzten ermöglichen, Behandlungen anzubieten, die genauer auf die jeweilige Demenzform zugeschnitten sind, und so die Diagnose und Versorgung von Millionen von Patienten in Zukunft verbessern.
Wie der Test funktioniert, der Hirnerkrankungen unterscheidet 🧠
Der Test basiert auf dem Nachweis spezifischer Biomarker im Blut, wie etwa abnormaler Proteine, die sich je nach Erkrankung im Gehirn ansammeln. Die Forscher analysierten Blutproben von Patienten mit verschiedenen Demenzformen und konnten für jede einzigartige Muster unterscheiden. Die noch experimentelle Methode könnte invasive Tests wie Lumbalpunktionen ersetzen und so Risiken und Kosten für das Gesundheitssystem senken.
Schluss mit dem Rätselraten: Das Blut wird Klartext sprechen 🩸
Bisher war die Diagnose von Demenz wie russisches Roulette mit der Krankengeschichte: Der Arzt sah den Patienten an, runzelte die Stirn und sagte so etwas wie es könnte Alzheimer sein, oder vielleicht auch nicht. Mit diesem Test wird das Blut die Wahrheit unverblümt aussprechen. Allerdings bleibt abzuwarten, ob die Labore weniger Zeit für die Verarbeitung benötigen als für die Terminvereinbarung beim Neurologen.