AMD hat Patches für seinen AMDGPU-Treiber unter Linux veröffentlicht, die Unterstützung für die Gammakurven 2.4 und 2.6 bieten – Standards, die in Film und Fernsehen für präziseren Kontrast und genauere Farben verwendet werden. Bisher war nur Gamma 2.2 verfügbar, das bei PC-Monitoren üblich ist. Mit diesem Update können Benutzer von AMD-Grafikkarten unter Linux Filme und Serien mit einer Farbtreue sehen, die der Absicht des Erstellers näher kommt.
Technische Details der Implementierung 🎬
Die Patches werden in den Linux-Kernel v7.3 integriert, und zwar im Farbverwaltungssubsystem von AMDGPU. Die Hinzufügung der Gammakurven 2.4 und 2.6 ermöglicht eine feinere Kalibrierung in Videowiedergabeumgebungen und korrigiert Farbabweichungen in dunklen Räumen oder bei kontrollierter Beleuchtung. Der Treiber kann diese Korrekturtabellen nun direkt von der Hardware aus anwenden, wodurch die CPU-Last reduziert und die Latenz bei der Wiedergabe von HDR- oder SDR-Inhalten mit Studio-Präzision verbessert wird.
Endlich sieht Linux nicht mehr aus wie ein Instagram-Filter 🎨
Bisher war das Anschauen eines Films unter Linux mit AMD, als würde man durch eine beschlagene Glasscheibe schauen: Die Farben wirkten, als kämen sie aus einem Editiertutorial der 90er. Mit Gamma 2.2 sahen dunkle Töne aus, als hätte sie ein Oktopus mit abgelaufenen Wasserfarben gemalt. Aber keine Sorge, mit Gamma 2.4 und 2.6 wird Darth Vader nicht mehr wie ein älterer Herr mit Kater aussehen. Endlich können wir bei einer Serie weinen, ohne dem Grafiktreiber die Schuld zu geben.