Nach dem medialen Prozess mit Johnny Depp wählte Amber Heard Costitx, ein mallorquinisches Dorf mit 1.300 Einwohnern, um der digitalen Hetze zu entkommen. Dort nahm sie die Identität von Martha Jane Cannary an, dem richtigen Namen der Revolverheldin Calamity Jane, und führte mit ihrer Tochter ein unauffälliges Leben. Der Fall zeigt, dass globaler Lärm jeden dazu treiben kann, einen ruhigen Zufluchtsort zu suchen, selbst einen Hollywood-Star.
Der digitale Zufluchtsort als Strategie der Anonymität 🛡️
Aus technischer Sicht beinhaltete der Umzug das Löschen ihrer digitalen Spuren: Löschen verifizierter Konten, Nutzung virtueller privater Netzwerke und Beauftragung von Datenlöschdiensten. Die Schauspielerin änderte ihre Handynummer und vermied Geolokalisierungen in Fotos. Für Cybersicherheitsexperten veranschaulicht dieser Fall, wie eine öffentliche Person grundlegende Werkzeuge nutzen kann, um vom Medienradar zu verschwinden, auch wenn immer das Risiko besteht, dass ein Nachbar ein Foto auf Instagram veröffentlicht.
Calamity Heard und das Syndrom des ruhigen Dorfes 🤠
Das Merkwürdige ist, dass die für die Anonymität gewählte Figur Calamity Jane ist, eine Gestalt des Wilden Westens, die sich nie vor etwas versteckt hat. Jetzt schlendert Amber durch Costitx, kauft Brot und geht zum Supermarkt, während die Nachbarn so tun, als würden sie sie nicht erkennen. Oder vielleicht erkennen sie sie doch, ziehen es aber vor, keinen Lärm zu machen: Schließlich haben sie schon genug damit zu tun, dass die Mietpreise jeden Sommer steigen.