Alice Kellen: vom Pseudonym zum Film ohne Umweg über Verlage

14. June 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Die spanische Schriftstellerin Alice Kellen hat aus der Anonymität heraus ein literarisches Phänomen gefestigt. Ihr neuer Roman Der Club des Vergessens erscheint im Juli, zeitgleich mit der Verfilmung von Alles, was wir nicht waren und der Serie Die Karte der Sehnsüchte. Die Bürger gewinnen Optionen für zugängliche Unterhaltung in Büchern und auf Bildschirmen, während ihr Werdegang zeigt, dass unabhängige Autoren ohne große Verlage erfolgreich sein können.

junge Schriftstellerin vor einem Computerbildschirm, der ein offenes digitales Manuskript zeigt, Hände tippen, während Buchcover in einem Übergang zu Film- und Serienbildern schweben, Stifte und Tastatur auf dem Tisch, Regal mit physischen Exemplaren im Hintergrund, technische Filmbildillustration, sanfte Studioausleuchtung, fotorealistischer Stil mit konzeptionellen Akzenten, digitaler kreativer Prozess in Aktion, sichtbare Schreib- und Bearbeitungswerkzeuge

Digitales Self-Publishing als Motor einer Multiplattform-Franchise 📚

Kellen veröffentlichte zunächst bei Amazon und verwendete ein Pseudonym, um ihr Privatleben vom Beruflichen zu trennen. Die Self-Publishing-Plattform ermöglichte ihr die Kontrolle über Preise, Rechte und Veröffentlichungszeitpunkte. Ihr Erfolg führte zu Vereinbarungen mit Produktionsfirmen für audiovisuelle Adaptionen, ein logischer Schritt in einem Markt, in dem transmediales Erzählen profitabel ist. Das Modell ist reproduzierbar: Jeder Autor mit Ausdauer kann vom Kindle Direct Publishing bis zur großen Leinwand aufsteigen, solange er eine Verbindung zu seinem Publikum aufbaut.

Der Club des Vergessens und das Vergessen der traditionellen Verlage 🎬

Während die großen Verlage in ihren Vorstandsetagen weinen, lacht Kellen sich auf dem Weg zur Bank einen Ast. Ihre Strategie ist einfach: schreiben, bei Amazon veröffentlichen, wiederholen. Jetzt hat sie sogar eine Serie und einen Film, alles ohne die Erlaubnis eines Lektoratsgremiums einzuholen. Die Krönung ist, dass ihr neues Buch Der Club des Vergessens heißt, denn es scheint, als hätten nur die Verlagshäuser, die sie ablehnten, ihre Existenz vergessen. Ironie des Marktes.