Die deutsche Justizministerin Stefanie Hubig hat zwei relevante Gesetzesänderungen vorgeschlagen. Die erste ist die Verlängerung der Verjährungsfrist für die Anzeige einer Vergewaltigung von 5 auf 20 Jahre, was sie damit schweren Straftaten wie Mord gleichstellt. Die zweite ist die Änderung der Definition von sexueller Einwilligung: vom aktuellen Modell Nein heißt Nein hin zu einem System, in dem nur das explizite Ja gültig ist. Der Vorschlag zielt darauf ab, den Schutz von Opfern zu verbessern und das Gesetz an modernere Standards anzupassen.
Das explizite Ja als Protokoll: technische und rechtliche Implikationen ⚖️
Die Umsetzung des Modells Nur Ja heißt Ja erfordert Anpassungen in den Registrierungssystemen und Gerichtsverfahren. Aus technischer Sicht wird digitale Beweise (Nachrichten, Audios oder Aufnahmen) als Nachweis der Einwilligung an Bedeutung gewinnen. Die deutschen Gerichte müssen ihre forensischen Analyseprotokolle aktualisieren, um die Kommunikation vor der Tat zu bewerten. Darüber hinaus benötigen die Polizeibehörden spezifische Schulungen, um diese Art von Daten zu sammeln und zu verwalten und subjektive Interpretationen zu vermeiden. Die 20-jährigen Fristen bedeuten auch, Beweise über längere Zeiträume aufzubewahren.
Das explizite Ja: eine App, um die Einwilligung nicht zu vergessen 📱
Angesichts des neuen Gesetzes arbeiten deutsche Entwickler bereits an einer App namens Einverstanden. Die Idee ist, dass beide Benutzer vor jedem Treffen die App öffnen, einen grünen Knopf drücken und ein Audio aufnehmen, in dem sie ja, ich will sagen. Natürlich wird die App Blockchain enthalten, damit die Einwilligung unveränderlich bleibt. Das Schlechte daran ist, dass jemand, der es sich anders überlegt, die App öffnen, eine digitale Widerrufung unterschreiben und 24 Werktage warten muss. Romantik war noch nie so bürokratisch.