Vor einem Jahr entsandte Russland das Africa Corps nach Mali, um die Wagner-Gruppe zu ersetzen. Ende April offenbarte jedoch eine Welle von Dschihadisten- und Tuareg-Separatistenangriffen in mehreren Regionen die Fragilität der militärischen Kontrolle. Für die Bevölkerung hat sich das russische Friedensversprechen verflüchtigt und hinterlässt eine wackelige Sicherheit sowie Zweifel an der tatsächlichen Leistungsfähigkeit des Kontingents.
Taktisches Scheitern bei der regionalen Stabilisierung 🛡️
Dem Africa Corps fehlt die logistische Struktur und die lokale Kenntnis, die Wagner in den Vorjahren aufgebaut hatte. Seine Operationen basieren auf verstreuten Patrouillen und begrenzter Luftunterstützung, ohne eine effektive Aufstandsbekämpfungsstrategie. Die mangelnde Integration mit den malischen Streitkräften hat Lücken geschaffen, die bewaffnete Gruppen ausnutzen. Unterdessen ist es der russischen Überwachungstechnologie nicht gelungen, die Rebellenbewegungen vorherzusehen, wodurch die Zivilbevölkerung Angriffen ausgesetzt bleibt.
Russland verkauft Frieden, liefert aber Rauch 💨
Die russischen Söldner kamen und versprachen Sicherheit im Austausch gegen Gold und Zugeständnisse. Ein Jahr später bewegen sich die Tuareg immer noch wie selbstverständlich und die Dschihadisten treiben ihr Unwesen. Das Africa Corps wirkt eher wie ein Debattierclub für Taktiken denn wie eine Einsatztruppe. Wenn die Strategie darin bestand, Stärke zu demonstrieren, ist das Ergebnis ein Lehrstück darüber, wie man ein Land nicht stabilisiert. Die Bevölkerung wartet unterdessen weiterhin auf den Frieden, der nie kam.