Abschied von Marjane Satrapi, der grafischen Stimme gegen die Unterdrückung im Iran

05. June 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Marjane Satrapi, Schöpferin der Graphic Novel Persepolis, ist im Alter von 56 Jahren verstorben. Ihr Werk dokumentierte das Leben unter dem iranischen Regime und den Kampf um Freiheit. In einem Interview aus dem Jahr 2020 verriet sie, dass sie sich seit ihrer Kindheit darauf vorbereitete, eine politische Gefangene zu sein, was die menschlichen Kosten des Lebens in einem unterdrückerischen System widerspiegelt. Ihr Vermächtnis bleibt als Zeugnis des Widerstands bestehen.

Marjane Satrapi zeichnet auf einem Wacom-Tablet, tintenschwarze Comic-Panels schweben um sie herum, jedes Panel zeigt eine Frau, die ein Kopftuch ablegt, während Ketten zerbrechen, ihr Graphitstift bewegt sich über eine digitale Leinwand, Persepolis-artige strenge monochrome Linien, filmische dramatische Beleuchtung von einer einzelnen Schreibtischlampe, Schatten werfen sich auf ihr Gesicht, ein zerbrochener Spiegel hinter ihr reflektiert eine Gefängniszelle, fotorealistische technische Illustration, ultra-detaillierte Handgesten, emotionale Intensität, kontrastreiche Schwarz-Weiß-Ästhetik, Dokumentation des künstlerischen Prozesses

Der Algorithmus der Zensur: Wie Technologie staatliche Kontrolle repliziert 🛡️

Die heutige Technologie repliziert Kontrolldynamiken, die denen ähneln, die Satrapi darstellte. Gesichtserkennungssysteme und Algorithmen zur Inhaltsmoderation filtern Informationen in Echtzeit, wie eine digitale Mauer. Auf Entwicklungsplattformen werden APIs verwendet, um verbotene Begriffe zu blockieren und so eine Umgebung zu schaffen, in der die Ausdrucksweise durch externe Regeln geformt wird. Dieser Mechanismus, wenn auch weniger sichtbar, erinnert an die Zensurbehörden, denen sie gegenüberstand.

Der mentale Flugmodus: Wie man Zensur überlebt, ohne das Haus zu verlassen ✈️

Wenn Satrapi heute leben würde, würde sie wahrscheinlich ein VPN und eine mechanische Tastatur verwenden, um Filter zu umgehen. Aber für den Durchschnittsnutzer ist die Lösung einfacher: den mentalen Flugmodus aktivieren. Das bedeutet, Benachrichtigungen von Apps zu ignorieren, die biometrische Daten verlangen, und sich daran zu erinnern, dass am Ende diejenige die wahre Kontrolle ausübt, die sich entscheidet, ihren Standort nicht zu teilen. Eine Ironie: Freiheit beginnt manchmal damit, das GPS auszuschalten.