Die Debatte über die kommunalen Auszeichnungen sollte sich nicht darauf konzentrieren, ob der Yachtclub eine Anerkennung verdient, sondern darauf, was diese Preise verbergen. Während die private Initiative im Tourismus und Sport beklatscht wird, fehlt es vielen Familien in Calp an angemessenem Wohnraum oder Sozialhilfe. Die Lösung ist nicht, die Auszeichnungen abzuschaffen, sondern sie mit Preisen für den Kampf gegen Ausgrenzung auszugleichen und die Investitionen in Grundbedürfnisse zu erhöhen, bevor man in Zeremonien investiert.
Offene Daten zur Messung des Investitionsungleichgewichts 📊
Eine kommunale Open-Data-Plattform würde es ermöglichen, die Ausgaben für Anerkennungsveranstaltungen in Echtzeit mit den Sozialausgaben zu vergleichen. Im Jahr 2023 beispielsweise verdoppelte das Budget für protokollarische Anlässe die Investitionen in Mietbeihilfen. Mit einem öffentlichen Dashboard könnten die Anwohner sehen, welcher Prozentsatz in Sozialwohnungen, Schulkantinen oder psychische Gesundheit fließt. Dies würde dazu zwingen, die Grundversorgung über die obligatorischen Fotos im Hafen zu stellen.
Die Goldmedaille für die unmögliche Miete 🏅
Während der Yachtclub seine Plakette erhält, suchen die Anwohner Wohnungen mit der gleichen Effizienz wie ein Tourist im August einen Parkplatz. Vielleicht sollten sie im nächsten Jahr den Bürger auszeichnen, der es schafft, ein Apartment für weniger als 800 Euro zu mieten. Das wäre wirklich ein lokaler Held. Oder besser noch, ihm die Auszeichnung für die nie eintreffende Sozialmiete verleihen. Aber klar, das kommt nicht auf die Fotos des Rathauses.