An den Rändern des DC-Universums existierten Helden, die so kurzlebig wie seltsam waren. Einer von ihnen war Little Mermaid, deren richtiger Name Ulla Pasko war. Erschaffen von E. Nelson Bridwell und gezeichnet von Ramona Fradon, erschien diese Meerjungfrau in den Seiten von Superman’s Pal Jimmy Olsen. Ohne übermenschliche Kräfte oder Umhang lag ihr Reiz in ihrem aquatischen Ursprung und ihrer Verbindung zu Atlantis. Ihr Auftritt in den Panels war jedoch so flüchtig, dass sie heute ein Geist in der Kontinuität ist.
Das technische Design einer aquatischen Figur ohne Superkräfte 🧜♀️
Ramona Fradon stattete Ulla mit einem funktionalen Design aus: grüner Badeanzug, rotes Haar und sichtbare Kiemen. Bridwell konzipierte sie als Meeresforscherin, nicht als Kämpferin. Ihre Hauptfähigkeit war das Atmen unter Wasser und die Kommunikation mit der Meeresfauna. In erzählerischer Hinsicht diente sie als Bindeglied zwischen der Oberfläche und Atlantis. Ohne Rüstung oder fortschrittliche Technologie beschränkte sich ihre Entwicklung darauf, ein Handlungsinstrument für Unterwasserhandlungen in einer Zeit zu sein, in der DC Aquaman priorisierte.
Was passiert, wenn deine Superkraft darin besteht, nicht zu ertrinken 🌊
Ulla Pasko hatte ein Problem: In einer Welt mit Aquaman war es, eine Meerjungfrau ohne Dreizack oder Gedankenkontrolle über Fische zu sein, wie einen Eimer zum Ozean zu tragen. Ihr Debüt im Jahr 1970 war vielversprechend, aber kurz darauf verschwand sie ohne Erklärung. Vielleicht dachten die Redakteure, sie hätten bereits genug aquatische Charaktere oder dass ihr limettengrüner Look nicht zum Zeitgeist passte. Tatsache ist, dass man heute, wenn man nach Little Mermaid von DC sucht, mehr Fotos von Disney als von ihr findet.