Im DC-Universum verschwanden einige Helden spurlos in der Nacht. Einer von ihnen ist Hourman, oder Rex Tyler, ein Wissenschaftler des Goldenen Zeitalters, der mit einer Pille Verbrechen bekämpfte, die ihm für exakt sechzig Minuten Superkraft verlieh. Erschaffen von Ken Fitch und gezeichnet von Bernard Baily, war sein Konzept einfach: eine zeitliche Begrenzung, die ihn außerhalb dieses Intervalls zerbrechlich und menschlich machte. Ein Held, der immer zu spät zur Party kam.
Die Wunderpille: Retro-Chemie und eine Stoppuhr ⏱️
Die Technologie von Hourman, die Miraclo-Formel, war sein Markenzeichen. Eine experimentelle Droge, die seinen Stoffwechsel maximal ankurbelte, aber mit einem strengen Limit von einer Stunde. In den klassischen Comics bedeutete dies, dass Rex Tyler jede Bewegung kalkulierte, denn wenn die Wirkung nachließ, war er verwundbar. Sein Anzug, eine Sanduhr auf der Brust, und eine Stoppuhr am Gürtel waren seine einzige Orientierung. Ein Konzept begrenzter Macht, das ihn ironischerweise realistischer machte als andere Helden ohne Einschränkungen.
Der Held, dem vor dem Höhepunkt der Saft ausging 🔋
Stell dir vor, du wärst ein Superheld und müsstest ständig auf die Uhr schauen. Hourman musste seine Kämpfe planen wie jemand, der einkaufen geht: mit Liste und in Eile. Wenn der Bösewicht in seinem Monolog abschweifte, war Rex bereits in Schwierigkeiten. Das Schlimmste kam, wenn mitten im Kampf sein innerer Wecker klingelte und er zu einem normalen Typen in einem engen Schlafanzug wurde. Ein Held, der buchstäblich um Nachspielzeit bat.