Der Bruch einer Teilknietotalendoprothese, begleitet von aseptischer Lockerung, offenbart ein Problem der Strukturmechanik. In diesem Fall wurde das Versagen durch eine ungünstige Spannungsverteilung im Knochenzement verursacht, was zu dessen Bruch und anschließender Ablösung der Komponente führte. Wir analysieren den Diagnoseprozess und die digitale Rekonstruktion.
3D-Pipeline: Von Mimics zu Control X für die Versagensanalyse 🛠️
Der Prozess begann mit der Segmentierung von CT-Aufnahmen in Materialise Mimics, um die Prothese, den Zement und den Knochen zu isolieren. Anschließend wurde in Geomagic Control X das ursprüngliche CAD-Modell mit dem Post-Fraktur-Scan überlagert. Die Farbabweichung zeigte Bereiche hoher Spannung im Zement, die mit der Bruchlinie übereinstimmten. Die Dimensionsanalyse bestätigte eine unzureichende Zementabdeckung auf dem Tibiaplateau, was die Lasten auf einen kritischen Punkt konzentrierte.
Der Zement sagte Stopp: Chronik eines angekündigten Todes 💥
Der Zement, dieser stille Held, der Metall und Knochen verbindet, beschloss, eine Pause einzulegen. Es stellte sich heraus, dass es keine gute Idee war, den gesamten Druck der Welt (und des Patientengewichts) auf einen einzigen Punkt zu konzentrieren. Die Prothese, ohne Unterstützung, entschied sich, sich zu lösen und dabei zu brechen. Ein Klassiker: Der Zement versagt nicht, er stellt nur die Rechnung für die Fehlkalkulation aus.