Flex Mentallo, erschaffen von Grant Morrison und Richard Case, ist einer dieser DC-Charaktere, die in einer Parallelwelt zu existieren scheinen. Er tauchte erstmals in den 90er-Jahren in den Seiten von Doom Patrol auf, ein muskulöser Postkartenheld, der die Realität allein durch das Anspannen seiner Bizepse verbiegen konnte. Sein Ursprung ist eine Hommage an die Comics von Charles Atlas, jedoch mit einer psychedelischen Wendung, die nur Morrison ersinnen konnte. Trotz seines Charismas ist die Figur in Vergessenheit geraten, ohne relevante Auftritte seit Jahrzehnten.
Der Muskel als Schnittstelle zur Quantenmanipulation 💪
Die Kraft von Flex Mentallo liegt nicht in roher Stärke, sondern in seiner Fähigkeit, die Realität durch Muskelanspannung zu verändern. Morrison konzipierte dies als visuelle Metapher für die Stringtheorie und Quantenphysik: Jede Pose erzeugt eine spezifische Frequenz, die das Raum-Zeit-Gefüge modifiziert. Richard Case illustrierte dies mit einer Fanzine-Ästhetik, unter Verwendung übertriebener Bewegungslinien. Die Figur fungiert als biologischer Prozessor, bei dem der menschliche Körper die Hardware und der Wille die Software ist. Eine ihrer Zeit vorausgeeilte Idee.
Das interdimensionales Fitnessstudio, das niemand besucht 🏋️
Das Merkwürdige ist, dass Flex Mentallo die Krise der Justice League mit einem einzigen Knirschen seiner Bauchmuskeln lösen könnte, aber es vorzieht, unbemerkt zu bleiben. Mit solch einer Macht würde man meinen, DC würde ihn nutzen, um Plotlöcher zu stopfen oder alle naselang das Multiversum zurückzusetzen. Aber nein, da ist der Herr, in seiner Ecke, macht Liegestütze, während Superman sich mit einem anderen Kryptonier prügelt. Ein Superheld, der buchstäblich die Realität formen kann und sich entscheidet, sich nicht in Schwierigkeiten zu bringen. Fast wie ein Praktikant, der zu viel weiß.