Ein Unfall an einer automatisierten Bogenschießattraktion hat die Risiken mechanischer Ermüdung in Robotersystemen offengelegt. Der Arm des Roboterwerfers gab nach Tausenden von Spannungszyklen nach und verursachte ein unerwartetes strukturelles Versagen. Zur Analyse des Vorfalls wurde eine 3D-Pipeline mit Agisoft Metashape für die fotogrammetrische Rekonstruktion und LS-DYNA zur Simulation des Bruchs eingesetzt.
Forensische Rekonstruktion mit Fotogrammetrie und Finite-Elemente-Simulation 🛠️
Der Prozess begann mit der Aufnahme von Bildern des gebrochenen Arms und seiner Umgebung. Agisoft Metashape generierte ein hochpräzises 3D-Modell, das Mikrorisse in der Versagenszone offenbarte. Mit dieser Geometrie wurde es in LS-DYNA importiert, um eine explizite dynamische Analyse durchzuführen. Die Simulation reproduzierte die Rissausbreitung unter zyklischen Belastungen und bestätigte, dass die Hochzyklusermüdung die Ursache des Zusammenbruchs war. Das Material, ein legierter Stahl, zeigte eine geringere Lebensdauer als vom Hersteller geschätzt.
Der Roboterarm, der keinen Urlaub nahm 🤖
Der Roboterwerfer arbeitete wie ein Praktikant in der Prüfungszeit: ohne Pause und mit immer schwereren Lasten. Die Techniker entdeckten, dass der Arm mehr Zyklen angesammelt hatte als ein Crossfit-Studio. Schließlich beschloss er, eine erzwungene Pause einzulegen, indem er in zwei Hälften zerbrach. Die Moral ist klar: Wenn du einen Roboter zum Pfeilewerfen entwickelst, stelle sicher, dass er auch weiß, wann er eine Inspektion anfordern muss.