Die Polizeiaktion gegen den Drogenhandel in Son Banya war notwendig, aber ihre Durchführung offenbart eine Doppelmoral. Hütten werden abgerissen, während andere Formen der Spekulation toleriert werden, die die Stadt ebenfalls herunterziehen. Das Problem ist nicht nur der Drogenverkauf, sondern die soziale Ausgrenzung und der Mangel an Chancen, die ihn befeuern. Das Symptom zu bekämpfen, ohne die Ursachen anzugehen, ist ein Pflaster, das die Wunde nicht heilt.
Technologie gegen Drogen: Überwachung oder Prävention? 🤖
Die Behörden setzen Drohnen und Datenanalysen ein, um Verkaufsstellen zu kartieren – ein kurzfristig wirksames Werkzeug. Die Technologie löst jedoch nicht das Vakuum an Maßnahmen zur Arbeitsmarktintegration oder an würdigem Wohnraum. In Sensoren und Kameras zu investieren, ohne sie mit Entzugsprogrammen und Berufsausbildung zu begleiten, ist wie ein Antivirenprogramm auf ein System mit defekter Hardware zu setzen. Die realistische Lösung kombiniert Überwachung mit echten Chancen.
Die Quadratur des Kreises: Abreißen und nicht bauen 🔨
Die Strategie erinnert an einen Klempner, der ein Leck mit Isolierband abdichtet: Er behebt das Geräusch, aber nicht das faule Rohr. Hütten abzureißen, ohne eine Wohnalternative anzubieten, ist wie die Bewohner aus dem Viertel zu vertreiben, damit sie ihr Geschäft im nächsten aufmachen. Würde man wenigstens einen Katalog mit Ferienwohnungen zusammen mit der Abrissverfügung verschenken, wäre die Ironie perfekt. Aber nein, es gilt weiterhin, die Armut zu kriminalisieren, während die Spekulation lächelt.