Eine Bioethanol-Destillationsanlage stürzte nach einem strukturellen Brand ein, der durch einen statischen Funken in der Heißgasentlüftung ausgelöst wurde. Der Vorfall, der mehrere Prozessbereiche betraf, wurde mittels einer 3D-Pipeline rekonstruiert, die Fotogrammetrie mit Strömungsdynamiksimulationen kombiniert. Dieser Fall ist ein klares Beispiel dafür, wie ein technisches Detail eine Katastrophe auslösen kann.
3D-Rekonstruktion: Von Pix4D zu PyroSim in der forensischen Analyse 🔥
Das forensische Team nutzte Pix4D, um aus Drohnenbildern ein digitales Gelände- und Strukturmodell der eingestürzten Anlage zu erstellen. Anschließend wurde dieses Modell in PyroSim übertragen, um die Ausbreitung von Feuer und Rauch, ausgehend von der Zündung in der Entlüftung, zu simulieren. Die abgeglichenen Ergebnisse zeigten, dass die Ansammlung von Ethanol-Dampf und das Fehlen einer ordnungsgemäßen Erdung der Entlüftungsleitung die kritischen Faktoren für die anfängliche Explosion waren.
Der Funke, der die Entlüftung entzündete und die Produktion stoppte ⚡
Es klingt wie ein Scherz, aber ein einfacher statischer Funke, wie man ihn beim Berühren einer Türklinke spürt, reichte aus, um eine Entlüftungsleitung in einen industriellen Flammenwerfer zu verwandeln. Die Erdungsprotokolle, die meist in einem verstaubten Handbuch im Kontrollraum liegen, wurden bloßgestellt. Die Anlage ist nun ein Denkmal für die grundlegende Physik: Statische Elektrizität und Ethanol vertragen sich nicht, egal wie gut die Ingenieure das wissen.