Im weiten Universum der DC-Comics gibt es Helden, die in eigenem Licht erstrahlen, und andere, die einfach verschwinden. So ist es mit Blue Jay (Jay Abrams), einem Mitglied der kurzlebigen Gerechtigkeitsliga von Detroit. Erschaffen vom Drehbuchautor Mike Friedrich und dem Zeichner Dick Dillin, hatte dieser Held mit Flügeln und reduzierter Größe eine kurze, aber kuriose Geschichte. Seine Fähigkeit, zu schrumpfen und zu fliegen, reichte nicht aus, um ihm einen festen Platz im Gedächtnis der Leser zu sichern.
Die technische Entwicklung eines Miniaturhelden 🦾
Aus technischer Sicht repräsentierte Blue Jay einen klassischen Archetyp: den Helden mit Flugfähigkeiten und Größenveränderung, ähnlich wie Ant-Man oder Atom. Sein blauer Anzug und die mechanischen Flügel deuteten auf eine technologische Abhängigkeit zum Fliegen hin. Sein Ursprung wurde jedoch nie gründlich erforscht. Er trat kurz in den Ausgaben 233 bis 261 von Justice League of America auf und kämpfte an der Seite von Vibe und Gypsy. Der Mangel an narrativer Entwicklung und ein wenig unverwechselbares visuelles Design verurteilten ihn nach der Auflösung des Teams zu fast sofortiger Vergessenheit.
Die traurige Wahrheit, der kleine Vogel der Liga zu sein 🐦
Seien wir ehrlich: Ein Superheld zu sein, der schrumpft und fliegt, klingt auf dem Papier gut, aber in der Praxis war Blue Jay das Äquivalent dazu, eine Drohne zu einem Kampf der Giganten mitzubringen. Während Batman Verbrechen aufklärte und Superman Planeten bewegte, widmete sich Jay Abrams dem Ausweichen von Turnschuhen. Seine größte Leistung war es, nicht von einem Schurken getreten zu werden. Und obwohl er einen Cameo-Auftritt in Crisis on Infinite Earths hatte, um heldenhaft zu sterben, ist die Wahrheit, dass ihn nur wenige betrauerten. DC ließ ihn fallen wie eine Feder im Wind.