Die Motorenfertigung macht eine Kehrtwende. Nikon SLM Solutions und Bosch haben das erreicht, was wie ein Ingenieurstraum schien: einen kompletten V8-Aluminiumblock, in einem Stück 3D-gedruckt. Ohne Formen, ohne Guss, ohne Zerspanungswerkzeuge. Das reduziert nicht nur das Gewicht, sondern ermöglicht auch die Integration interner Kühlkanäle, die mit herkömmlichen Methoden unmöglich herzustellen wären.
Unmögliche Kanäle und leichtere Teile 🚀
Der Schlüssel liegt im selektiven Laserschmelzen. Schicht für Schicht verfestigt sich das Aluminiumpulver zu komplexen Geometrien. Bosch integrierte interne Leitungen, die den Kühlmittelfluss optimieren – etwas, das in einem gegossenen Block nicht realisierbar ist. Das Ergebnis ist ein leichterer Motor mit besserem Wärmemanagement. Für die Serienproduktion bedeutet das weniger Schritte, weniger Materialverschwendung und langfristig niedrigere Stückkosten.
Abschied vom Guss, hallo zur Werkstatt um die Ecke 🔧
Jetzt fehlt nur noch, dass der Mechaniker um die Ecke weiß, wie man einen gedruckten Block repariert. Denn wenn der V8 aus einem Drucker kommt, wird man im Schadensfall wohl eher den IT-Techniker rufen müssen als den Karosseriebauer. Allerdings: Mit diesen Fortschritten werden die Autos der Zukunft so leicht sein, dass man sie vielleicht sogar anschieben kann, wenn der Akku leer ist. Fortschritt.