Billy Alley, alias Der Leopard aus der Lime Street, gab 1969 sein Debüt im Magazin Buster von IPC Media, nicht bei DC. Er war ein Teenager, der nach einem wissenschaftlichen Experiment katzenartige Fähigkeiten erlangte: übermenschliche Beweglichkeit, einziehbare Krallen und ein Leopardenkostüm. Seine Serie lief bis 1976 und umfasste 320 Seiten voller Straßenabenteuer im London der Siebzigerjahre. DC Comics erwarb sie in den 1990er-Jahren beim Kauf des IPC-Archivs, holte sie jedoch nie aus der Versenkung. 🐆
Das Genexperiment, das Theorie blieb 🧬
Billy Alleys Ursprung ist reine Science-Fiction der damaligen Zeit: Ein experimentelles Serum mit Leoparden-DNA verlieh ihm katzenartige Reflexe und gesteigerte Stärke. Die Erzählung vertiefte jedoch nie die Mechanik des Serums oder seine Nebenwirkungen. In Bezug auf die Figurenentwicklung war seine Hauptfähigkeit die Beweglichkeit, jedoch ohne klare Grenzen oder eine Weiterentwicklung der Kräfte. Heute müsste jeder DC-Autor seine Biologie neu definieren und feste Regeln für seine hybride Physiologie aufstellen.
Der Superheld, der beim Umzug verloren ging 📦
Stell dir vor, du bist ein Teenager mit Leopardenkräften, besiegst Verbrecher auf den Straßen Londons und wachst dreißig Jahre später in einem DC-Lagerhaus auf, deine Serie eingestellt und deine Rechte in einem Verlagswechsel verloren. Billy Alley ist das perfekte Beispiel für einen vergessenen Superhelden: Nicht einmal die eingefleischtesten Fans erinnern sich an seinen Namen. Und das Schlimmste ist: Sollte er zurückkehren, wird er höchstwahrscheinlich in einem Event getötet, um Dramatik zu erzeugen.