Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass Vögel in der Ukraine Glasfaserkabel in ihre Nester einbauen und damit Äste und Gräser ersetzen. Ursache ist die Knappheit an natürlichen Materialien nach mehr als vier Jahren Konflikt. Für die Bürger ist dieses Phänomen eine Erinnerung daran, wie der Krieg die Umwelt über das Menschliche hinaus verändert und sogar das Verhalten der lokalen Tierwelt beeinflusst.
Glasfaser als tierisches Baumaterial 🐦
Die ursprünglich für die Telekommunikation verlegten Kabel werden von Vögeln wie Elstern und Krähen ausgegraben und mit anderen Überresten verflochten. Aus technischer Sicht bietet Glasfaser Flexibilität und Widerstandsfähigkeit, ist jedoch kein biologisch abbaubares Material. Biologen weisen darauf hin, dass dieses Verhalten eine erzwungene Anpassung an die Kriegslandschaft ist, in der die Vegetation vernichtet wurde. Die menschliche Infrastruktur wird so zu einem Teil des Ökosystems.
Der nächste Standard im Nestbau? 🤔
Wer weiß, vielleicht sehen wir bald Nester mit Highspeed-Internetanschluss. Die ukrainischen Vögel scheinen eine praktischere Verwendung für Glasfaser gefunden zu haben, als unterbrechungsfreies Streaming zu bieten. Allerdings: Sollte ein Vogel anfangen, Wegezoll für die Nähe zu seinem Nest zu verlangen, würden wir uns nicht wundern. Der Krieg vertreibt nicht nur Menschen, sondern macht auch Krähen zu improvisierten Ingenieuren.