Japanische Wissenschaftler haben einen Dünger entwickelt, der den Reisanbau auf dem Mond nur mit Luft, Wasser und Strom ermöglicht. Tests in simuliertem Mondboden zeigten gesunde und lebensfähige Pflanzen. Dieser Durchbruch ebnet den Weg für die Produktion frischer Lebensmittel in Weltraumbasen und gleichzeitig für die Wiederherstellung unfruchtbarer Böden auf der Erde. Die Ernährungsselbstversorgung außerhalb des Planeten ist keine Science-Fiction mehr.
Wie der Dünger funktioniert, der aus Luft und Strom entsteht 🌱
Der Prozess nutzt einen Reaktor, der Stickstoff aus der Luft extrahiert und ihn mithilfe von Strom mit Wasser verbindet, wodurch ein flüssiger Dünger ohne chemische Rückstände entsteht. Bei der Anwendung auf simuliertem Mondregolith zeigte der Reis ein mit der Erde vergleichbares Wachstum. Der Schlüssel liegt in der Stickstofffixierung bei niedriger Temperatur und niedrigem Druck, wodurch die traditionellen industriellen Methoden vermieden werden. Dies reduziert das Gewicht der für eine Mondmission benötigten Vorräte und ermöglicht das Recycling lokaler Ressourcen.
Abschied vom dehydrierten Salat, hallo Reis mit Blick auf die Erde 🌾
Astronauten essen seit Jahrzehnten gefriergetrocknete Nahrung, die nach Pappe schmeckt. Jetzt stellt sich heraus, dass sie ihren eigenen Reis auf dem Mond anbauen könnten, vielleicht sogar mit einem Hauch von Wasabi, wenn jemand Lust hat, Radieschen zu pflanzen. Das Beste daran ist, dass, während Ingenieure noch herausfinden, wie man die Pflanzen bewässert, ohne dass sie wegschweben, irdische Landwirte diesen Dünger bereits als Option für trockene Böden betrachten. Die Mondlandwirtschaft braucht vorerst nur Strom und ein wenig Geduld.