Der Einsturz eines Hafenkrans vom Typ Jib an einem Containerterminal hat die Debatte über Hochzyklusermüdung in kritischen Komponenten neu entfacht. Die vorläufige Untersuchung deutet auf einen Bruch des Auslegerbolzens hin, verursacht durch zyklische Belastungen durch Seitenwind. Dieser Unfall, der sich während eines Routinevorgangs ereignete, offenbart die Grenzen traditioneller Konstruktionsmodelle angesichts unvorhergesehener Umgebungsbedingungen.
3D-Pipeline für die Fehlersimulation: Von der Punktwolke zu LS-DYNA 🏗️
Das forensische Team verwendete Agisoft Metashape, um die Geometrie des Krans und des Bruchbereichs aus Drohnenbildern zu rekonstruieren. Das generierte Netz wurde in LS-DYNA importiert, um eine explizite Finite-Elemente-Analyse durchzuführen. Das Modell umfasste die von der Wetterstation des Hafens in den vorangegangenen sechs Monaten aufgezeichnete Windlastgeschichte. Die Ergebnisse zeigten eine Spannungskonzentration am Bolzen mit einer geschätzten Ermüdungslebensdauer von 1,2 Millionen Zyklen, weit unter den vom Hersteller erwarteten 5 Millionen Zyklen.
Der Bolzen, der genug sagte: Wenn der Seitenwind die Oberhand gewinnt 💥
Der Bolzen hatte, den Berichten zufolge, jahrelang das Hin und Her des Auslegers wie ein erfahrener Boxer ertragen. Aber der Seitenwind, dieser stille Gegner, versetzte ihm in Form einer 80 km/h-Böe einen rechten Haken. Und der Bolzen, der dieser vielen Zyklen überdrüssig war, beschloss, mit einem Knall in den Ruhestand zu gehen, indem er in zwei Teile brach. Nun ruht er in einer Beweistüte, während die Ingenieure diskutieren, ob der Wind schuld war oder eine Konstruktion, die nicht vorhersah, dass auch die Luft ermüden kann.