Die Innovation hinter Better Man
Der Film Better Man, inszeniert von Michael Gracey, hat für Weta FX eine beispiellose Herausforderung dargestellt. Robbie Williams in einen Schimpansen zu verwandeln, ohne dass das Publikum etwas Seltsames bemerkte, war eine Herausforderung, die die VFX-Technologie und die Kreativität des Animations-Teams an die Grenzen trieb. Unter der Aufsicht von Luke Millar und Dave Clayton gelang es dem Film, ein perfektes Gleichgewicht zwischen Realismus und Expressivität zu erreichen.
Das Design des Schimpansen: zwischen Menschlichem und Tierischem
Um ein natürliches Aussehen zu erreichen, entwickelte das Team von Weta FX ein hybrides Design, bei dem die Augen und Augenbrauen die Identität von Robbie Williams behielten, während der Rest des Gesichts affenartige Merkmale annahm. Diese Entscheidung vermied das gefürchtete Unheimliche Tal und machte die Figur in jeder Szene glaubwürdig.
Die Rolle des Motion Capture
Der Schauspieler Jonno Davies war dafür verantwortlich, Robbie Williams physisch durch motion capture zu interpretieren. Obwohl primitivere Bewegungen getestet wurden, war die beste Option, menschliche Gesten und Posen beizubehalten, was eine realistischere Darstellung ermöglichte.
Modellierung, Texturierung und Kostüm
Der Prozess der digitalen Charaktererstellung umfasste:
- Detaillierte Modellierung: Drei Versionen des Schimpansen wurden für verschiedene Lebensphasen von Robbie entworfen.
- Kleidung und Frisuren: Mehr als 250 Anzüge und 50 Hairstyles wurden an seine Anatomie angepasst.
- Fortgeschrittene Texturierung: Jeder Detail der Haut, Falten und des Fells wurde bearbeitet, um einen hyperrealistischen Finish zu erreichen.
Das Fell: eine Herausforderung für Beleuchtung und Physik
Das Team für visuelle Effekte verwendete ein physikbasiertes Shading-Modell, um die Lichtdurchlässigkeit durch das Haar zu simulieren. Dies ermöglichte es dem Schimpansen, sich perfekt in jede Szene einzufügen, unabhängig von der Beleuchtung.
Integration des Charakters in die reale Welt
Eine der größten Herausforderungen war es, den Charakter realistisch mit Schauspielern und Szenen interagieren zu lassen:
- Szenen mit körperlichem Kontakt: Ein digitaler Double wurde verwendet, um die Integration in Interaktionen zu verbessern.
- Regensimulation: In der Sequenz von Angels trifft das Wasser auf das Fell des Charakters mit überraschendem Realismus.
- Digitale Rekonstruktion von Regent Street: Der Bereich wurde mit lidar gescannt und die Beleuchtung angepasst, um das London der 90er Jahre treu darzustellen.
Die Magie der Konzerte in Better Man
Das Team von Weta FX replizierte die Konzertbeleuchtung mit millimetrischer Präzision und erzielte beeindruckende Effekte in der Sequenz von Relight My Fire. Darüber hinaus wurde für die Menge bei Knebworth, wo 125 000 Personen benötigt wurden, Extras mit digitalen Erweiterungen kombiniert, die auf realer Motion-Capture basierten.
Ein Meilenstein in den visuellen Effekten
Mit mehr als 1968 VFX-Shots hat Better Man die Latte für digitale Animation hochgelegt. Dank akribischer Arbeit an Modellierung, Beleuchtung und Simulationen erwacht Robbie Williams zu neuem Leben und zeigt, dass das Kino die Grenzen des Möglichen weiter verschiebt.