
Die Alpha-Version von PrusaSlicer 2.9.1 hat wichtige Fortschritte eingeführt, die das Erlebnis des sequentiellen Drucks optimieren. Diese Änderungen verbessern die Präzision und reduzieren Fehler während des Prozesses, insbesondere durch das Vermeiden von Kollisionen, ein häufiges Problem bei dieser Drucktechnik.
Was ist sequentieller Druck?
Der sequentielle Druck ist ein Prozess, bei dem die Objekte nacheinander gedruckt werden, anstatt alle gleichzeitig. Diese Technik bietet mehrere Vorteile, wie die Reduzierung des Risikos unerwünschter Verschiebungen des Druckkopfes zwischen den Modellen. Allerdings ist eine der Herausforderungen dieser Methode die gesamte Druckzeit, die durch die Notwendigkeit der Kühlung der Objekte zwischen den Schritten zunehmen kann.
Vorteile des sequentiellen Drucks
- Reduzierung von Fehlern: Probleme wie Verschiebungen oder Vermischung von Filamenten werden vermieden.
- Bessere Qualitätsergebnisse: Durch das Vermeiden der Berührung des Druckkopfes mit anderen Objekten wird die Präzision verbessert.
- Druckzeit: Obwohl der Prozess länger dauert, sind die Ergebnisse in der Regel zuverlässiger.
Ein Algorithmus zur Kollisionserkennung
Einer der Hauptfortschritte der neuen Version ist der Algorithmus zur Kollisionserkennung. Früher mussten die Benutzer manuell sicherstellen, dass die Objekte sich nicht behindern. Das war besonders kompliziert, wenn mit mehreren Modellen gleichzeitig gearbeitet wurde. Nun übernimmt PrusaSlicer die automatische Positionierung der Modelle und stellt sicher, dass keine Interferenzen auftreten.
"Die neue Funktion erleichtert die Organisation der Modelle enorm und macht den Druckprozess viel sicherer und zuverlässiger."
Wie funktioniert der Algorithmus?
Der Algorithmus arbeitet automatisch und positioniert die Objekte so, dass mögliche Kollisionen während des Drucks eliminiert werden. Wenn das System ein Problem erkennt, benachrichtigt es den Benutzer mit einer detaillierten Fehlermeldung, die angibt, welches Objekt die Interferenz verursacht. Die Exportierung des G-Codes wird jedoch durch diese Benachrichtigung nicht beeinträchtigt.
Visuelle Verbesserungen für mehr Präzision
Ein weiterer Fortschritt ist die Einbindung eines 3D-Modells der Extrusorausgabe in die Vorschau. Dadurch können die Benutzer visualisieren, wie sich die Extrusorausgabe während des Drucks bewegt. Mit dieser Funktion können potenzielle Probleme vor ihrem Auftreten erkannt werden, was den Workflow optimiert und Fehler reduziert.
Kompatibilität mit Prusa-Druckern und anderen Marken
Derzeit ist das neue Kollisionserkennungstool nur für Prusa-Drucker verfügbar. Das liegt daran, dass die Geometrie der Extrusorausgabe des Druckers im Detail bekannt sein muss, um Präzision im Prozess zu gewährleisten. Es wird jedoch erwartet, dass in Zukunft, sobald Daten anderer Modelle gesammelt werden, die Funktion für Drucker anderer Marken verfügbar sein wird.
Was ist für die Zukunft zu erwarten?
- Erweiterte Unterstützung: In kommenden Versionen sollen weitere Drucker-Modelle zum Erkennungssystem hinzugefügt werden.
- Verbesserungen am Algorithmus: Die Entwickler verfeinern den Algorithmus weiter, um ihn effizienter zu machen.
- Mehr Funktionen: Es wird die Einbindung neuer Tools erwartet, die das Benutzererlebnis weiter optimieren.
Die Technologie hinter dem Algorithmus: Z3
Der im neuen Feature verwendete Algorithmus basiert auf der Z3-Bibliothek von Microsoft, einem fortschrittlichen Tool, das komplexe Probleme effizienter löst. Diese Integration optimiert die Kollisionserkennung und verbessert das Benutzererlebnis von PrusaSlicer erheblich.
Zusammenfassend ist das Update von PrusaSlicer 2.9.1 eine große Verbesserung für alle, die sequentiellen Druck nutzen. Das Kollisionserkennungssystem erleichtert nicht nur die Konfiguration des Prozesses, sondern verbessert auch die Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit des Drucks, sodass Projekte schneller und sicherer umgesetzt werden können.