Südkorea genehmigt erstes umfassendes Gesetz zur Regulierung der Künstlichen Intelligenz

Veröffentlicht am 24. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Imagen representativa de la Asamblea Nacional de Corea del Sur, con legisladores votando o debatiendo, enmarcada en un contexto de tecnología digital y símbolos de inteligencia artificial.

Südkorea genehmigt das erste umfassende Gesetz zur Regulierung der Künstlichen Intelligenz

Die asiatische Nation setzt einen globalen Meilenstein, indem sie als erste ein vollständiges gesetzliches Regelwerk einführt, das steuert, wie Künstliche Intelligenz erstellt und genutzt wird. Das südkoreanische Parlament hat zugunsten des KI-Rahmen-Gesetzes und des Gesetzes zum Schutz der Nutzer von KI-Diensten gestimmt. Dieses wegweisende Paket soll Schutzbarrieren für die Bürger schaffen und gleichzeitig den Technologiesektor zu verantwortungsvoller Innovation anregen. Die Behörden betonen, dass diese Regeln entscheidend sind, um die Gefahren hoch wirkungsvoller KI-Systeme zu bewältigen und Vertrauen in diese Technologie aufzubauen. 🏛️

Wichtige Pflichten für Entwickler von KI-Systemen

Die neue Regulierung fordert die Klassifizierung von KI-Systemen nach dem Potenzialrisiko, das sie bergen. Für als hochrisikant eingestufte Systeme, die Grundrechte oder die Sicherheit beeinträchtigen können, müssen die Entwickler strenge Anforderungen erfüllen, bevor sie sie auf den Markt bringen.

Die Entwickler müssen:
  • Identifizierte Risiken in ihren Systemen bewerten und reduzieren.
  • Die Genauigkeit und Wahrhaftigkeit der Daten sicherstellen, die zur Schulung der KI-Modelle verwendet werden.
  • Den Nutzern vollständig transparent über das Funktionieren und die Grenzen des Systems informieren.
  • Sich externen Überprüfungen und Audits unterziehen.
Das Gesetz verlangt zudem eine klare Kennzeichnung allen von KI erzeugten Inhalts, wie Deepfakes oder automatisierte Texte, um Verwechslungen mit menschlichen Werken zu vermeiden.

Bedenken in der Technologiesparte bezüglich der Wettbewerbsfähigkeit

Während die koreanische Regierung diesen Schritt in der digitalen Governance feiert, zeigt die lokale Tech-Community, insbesondere die Startups, Skepsis. Sprecher äußern die Sorge, dass die Kosten und Komplexität der Einhaltung der neuen gesetzlichen Vorgaben ihre Innovationsgeschwindigkeit bremsen und sie gegenüber internationalen Konkurrenten in Regionen mit weniger oder keiner Regulierung benachteiligen könnten. 🚀

Hauptargumente der Industrie:
  • Überregulierung in einer so frühen Phase könnte die Kreativität und den Fortschritt in einem Bereich einschränken, in dem Südkorea führen möchte.
  • Sie fordern flexiblere und agilere Mechanismen, die Startups und kleine Unternehmen nicht ersticken.
  • Sie weisen auf das Dilemma hin, begrenzte Ressourcen für Compliance-Anwälte oder für Ingenieure zu verwenden, die Algorithmen verbessern.

Ein komplexes Gleichgewicht zwischen Innovation und Kontrolle

Dieses gesetzliche Rahmenwerk positioniert Südkorea an der Spitze der KI-Regulierung und sucht ein schwieriges Gleichgewicht zwischen dem Schutz der Öffentlichkeit und der Nichtbehinderung des technischen Fortschritts. Die Herausforderung liegt nun darin, wie Unternehmen diese Anforderungen umsetzen, ohne ihre globale Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren – ein Prozess, der die Zukunft des KI-Ökosystems im Land prägen wird. Die Welt beobachtet dieses regulatorische Experiment aufmerksam. 👁️