Südkorea beschleunigt sein Fusionsprogramm aufgrund des Strombedarfs der KI

Veröffentlicht am 21. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Representación conceptual de un reactor de fusión nuclear tokamak avanzado, con anillos de plasma brillante en su interior, superpuesto sobre un mapa de Corea del Sur y gráficos de crecimiento de consumo eléctrico.

Südkorea beschleunigt sein Fusionsprogramm aufgrund des Strombedarfs der KI

Die südkoreanischen Behörden haben beschlossen, ihren Plan zur Entwicklung von Fusionsenergie mit größerer Geschwindigkeit voranzutreiben. Diese Maßnahme reagiert direkt auf einen historischen Anstieg des nationalen Stromverbrauchs, der größtenteils durch die massive Ausweitung von Rechenzentren und der notwendigen Infrastruktur zur Verarbeitung künstlicher Intelligenz angetrieben wird. Der Druck auf das Netz zwingt dazu, stabile und großskalige Alternativen jenseits erneuerbarer Energien und traditioneller Kernspaltung zu suchen. 🔋

Ein neuer ambitionierter Zeitplan: Das Ziel ist 2040

Der überarbeitete Plan setzt das konkrete Ziel, einen Fusionsreaktor bis 2040 dauerhaft betriebsfähig zu machen. Dies bedeutet, das ursprüngliche Projekt um fast zwei Jahrzehnte vorzuverlegen. Die Koordination wird den Privatsektor und nationale Forschungsinstitute einbeziehen, um die Bemühungen zu bündeln. Das zentrale technologische Meilenstein ist die Erreichung der Zündung, der Punkt, an dem die Fusionsreaktion mehr Energie erzeugt, als benötigt wird, um sie zu initiieren und aufrechtzuerhalten, was sie kommerziell machbar macht.

Schlüsselfaktoren, die die Entscheidung vorantreiben:
  • Exponentielles Wachstum des Verbrauchs: Die Stromnachfrage, angetrieben durch die Technologiebranche und KI, steigt in einem beispiellosen Tempo.
  • Druck auf das nationale Netz: Die aktuelle Strominfrastruktur ist überlastet und erfordert stabile, hochkapazitive Lösungen.
  • Suche nach Energieunabhängigkeit: Die Beherrschung der Fusion würde einen strategischen Vorteil verschaffen und zukünftige Versorgungskrisen lösen.
Während große Sprachmodelle Gigawatt verbrauchen, eilen die Wissenschaftler, eine kleine Sonne auf der Erde zu replizieren.

Das Potenzial der Kernfusion und die doppelte Strategie Südkoreas

Die Kernfusion, die den Prozess der Sonne nachahmt, verspricht enorme Energiemengen mit minimalen Treibhausgasemissionen und weniger problematischen radioaktiven Abfällen als bei der Spaltung. Südkorea ist bereits ein aktiver Teilnehmer am internationalen Konsortium ITER. Dennoch treibt die nationale Dringlichkeit es an, einen eigenen parallelen Technologiepfad voranzutreiben, in der Hoffnung, dadurch Führung in der globalen Energiewirtschaft zu erlangen.

Zentrale Aspekte der Fusionsenergietechnologie:
  • Fast unbegrenzter Brennstoff: Basierend auf Wasserstoffisotopen wie Deuterium und Tritium, die sehr reichlich vorhanden sind.
  • Inhärente Sicherheit: Der Fusionsprozess kann keine unkontrollierbare Kettenreaktion wie bei der Spaltung erzeugen.
  • Kurzlebige Abfälle: Die radioaktiven Nebenprodukte haben eine deutlich kürzere Halbwertszeit.

Das Rennen um die ultimative Energie

Die Ankündigung positioniert Südkorea in einem global beschleunigten Rennen um die Beherrschung der Kernfusion. Die Erreichung der Zündung und dann die stabile Nettostromerzeugung sind die großen Herausforderungen der Ingenieurwissenschaft und Physik der kommenden Jahrzehnte. Der Erfolg würde nicht nur einen massiven und sauberen Stromversorgung für seine digitale Wirtschaft sichern, sondern auch die geopolitische Energielandkarte neu definieren. Der ultimative Preis ist wörtlich der Zugang zu einer quasi unbegrenzten Energiequelle für die Zukunft. ⚛️