
Ryan North und Ed McGuinness revolutionieren den Comic mit Marvel All in One: The Thing vs. The Marvel Universe
Der Autor Ryan North stellt eine kühne formale Prämisse für diesen Comic auf: die vollständige Odyssee von Ben Grimm ausschließlich mit Doppelseiten oder splash pages zu erzählen. Diese kreative Einschränkung ist kein Hindernis, sondern der Motor, der den frenetischen Rhythmus und die visuelle Präsentation jedes Kampfes antreibt. Die Geschichte beginnt mit einem La Cosa, der erschöpft ist und nur Ruhe sucht, aber in eine ununterbrochene Abfolge von Kämpfen gegen den riesigen Marvel-Ensemble-Cast hineingezogen wird. 🥊
Ein Narrativ, das aus Bildern geschmiedet wird
Die Handlung schreitet durch eine Kette von Begegnungen voran, bei denen jede Doppelseite als monumentales Panel fungiert. Es gibt keinen Raum für ausführliche Dialoge oder komplexe Übergänge; die Action wird rein und direkt ausgedrückt. Diese Übung zeigt, wie eine strenge Regel eine kohärente und dynamische Vorschlag generieren kann, die den unmittelbaren grafischen Impact bei jeder Doppelseitenöffnung priorisiert. Der Comic wird zu einem Katalog von Kämpfen, der die Grenzen des Protagonisten auf die Probe stellt.
Schlüssel des strukturellen Ansatzes:- Beschleunigter visueller Rhythmus: Jede Seite ist eine neue Herausforderung, die Pausen eliminiert.
- elliptisches Narrativ: Die Geschichte wird durch ikonische Momente erzählt, die dem Leser die Lücken zum Ausfüllen überlassen.
- kontinuierliches Spektakel: Die einfache Prämisse erlaubt es, sich auf das Wesen des Superheldenkampfes zu konzentrieren.
Ben Grimm wollte wahrscheinlich nur ein kühles Bier und ein Sofa, aber das Universum hatte andere Pläne.
Die explosive Kunst von Ed McGuinness
Ed McGuinness nutzt das vorgeschriebene Format voll aus, um seinen grafischen Stil, mächtig und expressiv, zu entfalten. Jede Illustration fängt einen entscheidenden Moment ein, mit Kompositionen, die vor Energie überquellen, und einer Action, die oft die konventionellen Ränder durchbricht. Sein Strich vermittelt die physische und brutale Natur der Schläge, ohne den charakteristischen Charme von La Cosa zu verlieren. Die Arbeit des Teams von Tuscher und Koloristen mit sauberen Tinten und lebendigen Farbpaletten verstärkt die epische Skala des Konflikts und erhält einen visuellen Fluss hoher Intensität. 🎨
Hervorgehobene Elemente der Kunst:- monumentale Kompositionen: Die Seiten sind für einen unmittelbaren visuellen Impact gestaltet.
- Expressivität der Figur: Sowohl die Kraft als auch die Persönlichkeit von Ben Grimm werden eingefangen.
- konstante grafische Energie: Farbe und Tinte arbeiten zusammen, um einen epischen und dynamischen Ton aufrechtzuerhalten.
Ein Fest des Genres
Dieses Projekt zeichnet sich dadurch aus, dass es den Überfluss und die Spektakularität, die dem Superheldencomic innewohnen, umarmt. Mehr als eine komplexe Geschichte ist es eine visuelle Erfahrung, die das umfangreiche Universum der Marvel-Charaktere feiert. Die formale Einschränkung verwandelt sich in eine Tugend und bietet eine agile Lektüre und ein grafisches Festmahl. Es dient als Erinnerung daran, dass die Essenz des Genres manchmal im puren Vergnügen liegt, einen steinernen Titanen gegen alles kämpfen zu sehen, was ihm in den Weg kommt. 💥