
Russische Hersteller fordern Cashback, um neuen Technologieabgaben auszugleichen
Die wichtigsten Produzenten von Radioelektronik in Russland, organisiert im Konsortium AHO BT, haben eine formelle Anfrage an das Ministerium für Industrie und Handel gestellt. Sie fordern die Einführung eines Rückerstattungsmechanismus für den Verkauf nationaler Produkte im Einzelhandel. Dieser Vorschlag soll die Auswirkungen einer neuen Abgabe abmildern, die Präsident Wladimir Putin unterzeichnet hat und die ab September 2026 in Kraft tritt. 💰
Vorgeschlagener Kompensationsmechanismus
Der Plan beschreibt ein gestaffeltes Cashback-System, das auf dem Endpreis des Geräts basiert. Für jeden verkauften russischen Smartphone, Tablet oder Laptop würde der Hersteller eine direkte wirtschaftliche Kompensation erhalten. Die Beträge variieren je nach Preisklasse des Produkts.
Preisklassen für Rückerstattungen pro Gerät:- Für Produkte mit einem Preis bis 200 Euro beträgt die Rückerstattung 70 Euro.
- Bei Preisen zwischen 200,01 und 500 Euro steigt das Cashback auf 100 Euro.
- In der Klasse von 500,01 bis 700 Euro beträgt der Betrag 120 Euro.
- Für Produkte, die 700 Euro übersteigen, erreicht die Kompensation 150 Euro.
Die Strategie scheint klar: Zuerst wird eine Abgabe angekündigt, die die Industrie beunruhigt, und dann ein Rückerstattungsvorschlag, der sie beruhigt.
Kontext und Ziele der Initiative
Dieser Vorschlag entsteht nach der Einführung einer Technologieabgabe, die Importeure und lokale Produzenten ab 2026 betreffen wird, mit Sätzen bis zu 50 Euro pro Einheit. Die Hersteller argumentieren, dass das Cashback, inspiriert vom bestehenden Subventionsmodell für Recyclinggebühren, notwendig ist, um russische Waren konkurrenzfähig auf dem Binnenmarkt zu halten und die Produktion zu fördern. Die Maßnahme soll die zukünftige Steuerlast mit einem unmittelbaren Anreiz zum Verkaufen ausgleichen. ⚖️
Schlüssellemente des Kontexts:- Die neue Technologieabgabe wurde am 28. November unterzeichnet.
- Die Hersteller suchen einen direkten Anreiz für den Verkauf nationaler Produkte.
- Das Modell ist inspiriert von bestehenden Industriehilfen, wie den Recyclinggebühren.
Fiskalisches Gleichgewicht und industrielle Perspektive
Der Vorschlag erzeugt ein fiskalisches Tauziehen, bei dem theoretisch alle die neue Abgabe zahlen, aber nationale Hersteller einen Scheck zurückerhalten, wenn sie ihre Geräte vermarkten. Dies soll die lokale Industrie schützen vor einem möglichen Verlust an Wettbewerbsfähigkeit gegenüber importierten Produkten, sobald die Abgabe in Kraft tritt. Der Erfolg des Vorschlags hängt von der Reaktion des Ministeriums und der Strukturierung des endgültigen Finanzflusses ab. 🏭